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Dein Projekt: Wände tapezieren
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Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien
Du hast Lust auf einen neuen Look für deine Wände? Im Folgenden zeigen wir dir, welches Zubehör und Werkzeug du brauchst und wie du Schritt für Schritt am besten vorgehst, damit dein Projekt Wände tapezieren gelingt.

Dieses Material benötigst du:
  • Tapete
  • Kleister
  • Tapezierwerkzeug
  • Abdeckmaterial für Boden und Möbel
Wände tapezieren Schritt für Schritt
Für dein Projekt Wände tapezieren benötigst du folgendes Material und Werkzeug:

Für die Vorbereitung:

  • Abdeckvlies und Malerfolien für Boden und Möbel
  • Besen, Staubsauger
  • ggf. Tiefgrund, Quast oder Tiefgrundbürste
  • ggf. Spachtelmasse, Spachtel, Schleifpapier
Zum Tapezieren selbst:
  • Tapete
  • Kleister
  • Eimer zum Anrühren des Kleisters
  • Tapezierbürste, Tapezierschere, Cuttermesser, Andrückwalze, Nahtroller, Tapetenandrückspachtel, Beschneidelineal, Bleistift, Wasserwage
Hilfreiches Zubehör zum Tapezieren:
  • Arbeitskleidung
  • Leiter
  • ggf. Kreuzlinienlaser zum Ausmessen deines Raumes
  • Spannungsprüfer
  • Tapeziertisch
Folgende Inhalte erwarten dich:

1. Tapetenbedarf ermitteln

2. Untergrund prüfen
3. Vorbereitungen

4. Tapete anbringen
5. Wissenswertes rund ums Tapezieren            
1. Tapetenbedarf ermitteln

Weder möchte man mittendrin nachkaufen noch übriggebliebene Tapetenrollen im Keller lagern müssen: So ermittelst du den richtigen Tapetenbedarf.


Für die benötigte Tapetenmenge kalkuliere die Gesamtfläche der Wände deines Raumes. Das heißt, Fenster- und Türaussparungen werden mitberechnet, auch wenn sie nicht tapeziert werden. So erhältst du eine ausreichende Sicherheitsreserve für den Verschnitt. Bei Mustertapeten musst du aber eventuell noch den Rapport dazurechnen.

Als Faustregel gilt:  Länge aller Wände × Raumhöhe / 5

Das Teilen durch 5 ergibt sich daraus, dass Tapetenrollen normalerweise 0,53 m breit und 10,05 m lang sind und somit für rund 5 m² Wandfläche reichen.

Noch ein Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass deine Tapetenrollen aus ein und derselben Produktionscharge stammen. Dies kannst du an der aufgedruckten Los-, Anfertigungs- oder Chargennummer auf den Rollen erkennen. Die Farben verschiedener Produktionen können nämlich minimal abweichen – was sich dann erst an der Wand zeigt.

2. Untergrund prüfen

Der zu tapezierende Untergrund sollte folgendermaßen sein:
• trocken
• staub- und fettfrei
• sauber
• tragfähig
• frei von Rissen, Löchern und Nägeln

Wand vorbereiten:  Entferne sämtliche Rückstände von der Wand, die du tapezieren möchtest, und prüfe mit der Wasserwaage, ob der Untergrund wirklich eben ist. Sollte es noch schadhafte Stellen geben, grundiere diese und verspachtele sie.

Alte Tapete entfernen:  Entferne vor dem Tapezieren unbedingt die alte Tapete. Auf bestehender Tapete haftet die neue schlechter, die Nähte halten nicht, es können Blasen entstehen – oder die alte Tapete scheint durch die neue hindurch. Zum Ablösen weichst du die alte Tapete mit Tapetenlöser ein und ziehst sie anschließend von unten nach oben ab.

3. Vorbereitungen

Steckdosen und Schalter: 
Die Abdeckungen von Steckdosen und Lichtschaltern werden vor dem Tapezieren abmontiert. Achtung: Vorher den Strom abstellen! Vergewissere dich anschließend mit einem Stromprüfer, dass kein Strom mehr auf den Steckdosen und Schaltern ist.

Schaffe Freiraum:  Räume kleinere Gegenstände aus dem Raum, rücke größere Möbel und Regale von den Wänden ab. Bedecke diese mit einer Malerfolie, um sie vor Schmutz zu schützen.

Kleister: Rühre den Kleister gemäß der Anweisungen auf der Verpackung an.

Vor der ersten Bahn:  In der Anleitung oder auf der Verpackung deiner Tapete findest du Symbole, die dir verraten, wie du beim Anbringen der einzelnen Tapetenbahnen vorgehen musst. Markiere den lotrechten Verlauf der ersten Bahn mithilfe einer Wasserwaage, damit alle folgenden Bahnen ebenfalls gerade verlaufen.

Noch ein Tipp:  Schließe alle Fenster und schalte die Heizung ab. Sonst kann es passieren, dass die Tapete nicht richtig hält, weil die Tapete schneller trocknet als der Kleister.
4. Tapete anbringen

Klar, das Tapezieren von oben nach unten gilt für alle Tapeten. Auch sollten generell Kleisterflecken direkt entfernt werden. Darüber hinaus jedoch gibt es einige Unterschiede, ob du eine trendige Vinyl- bzw. Vliestapete oder die gute alte Papiertapete an die Wand bringen möchtest.

Vinyltapete auf Vliesbasis anbringen

Der große Vorteil beim Handling dieser Tapeten ist, dass du sie nicht mit Kleister einweichen musst, sondern ohne Wartezeit loslegen kannst.

Die erste Bahn:  Streiche den Kleister direkt auf die Wand. Achte unbedingt auf die Bilder oder Muster, falls deine Tapete nicht unifarben ist, wenn du die erste Tapetenbahn an der gezeichneten Linie ansetzt. Lass nach oben ein bisschen Überstand und verschiebe die Tapete mit leichtem Druck, bis sie gut ausgerichtet ist. Drücke sie nun an die Wand und streiche sie mit einer Tapezierbürste zu den Seiten hin aus, um Luftblasen zu entfernen. Rolle die Tapete anschließend mit einer Andruckwalze fest an.

Die folgenden Bahnen:  Klebe die Bahnen auf Stoß, d. h. Überlappungen einzelner Bahnen sollten vermieden werden. Nutze zum Festdrücken der Nähte einen Nahtroller.

Wand-Decken- und Wand-Boden-Anschluss tapezieren:  Drücke den Überstand mit einem Beschneidelineal fest in den Winkel und schneide die Tapete mit dem Cutter sauber ab.
Papiertapete anbringen

Der große Vorteil: Papiertapeten sind atmungsaktiv. Raufasertapeten sind wegen der eingearbeiteten Holzfasern besonders stabil und können mehrmals überstrichen werden. Dafür erfordert das Tapezieren von Papiertapete ein wenig mehr Geduld.

Tapete mit ansatzfreien Mustern:  Schneide bei einer unifarbenen Tapete bzw. einer Tapete mit ansatzfreiem Muster die Bahnen auf die Raumhöhe plus ca. 5 cm für den Verschnitt zu. In diesem Fall kannst du die Bahnen musterunabhängig fortlaufend zuschneiden.

Tapete mit Rapport:  Bei gemusterten Tapeten mit geradem Ansatz sind die Bahnen identisch. Lege sie einfach unter Berücksichtigung der Rapportangabe deckungsgleich aufeinander und schneide die Bahnen dann auf die gewünschte Länge zu. Bei Tapeten mit versetztem Ansatz wird jede zweite Bahn entsprechend dem auf dem Einleger angegebenen Versatz verschoben.

Tapete einkleistern:  Kleistere die Bahnen nach dem Zuschneiden gleichmäßig ein, lege sie zusammen und rolle sie ein. Achte dabei auf eine einheitliche Einweichzeit. Diese ist abhängig von der Raumtemperatur und Tapetenart und beträgt ca. 8 bis 12 Minuten. Kleistere nur wenige Bahnen ein und tapeziere sie dann in derselben Reihenfolge, wie du sie eingekleistert hast. Verwende zum Andrücken der Nähte einen Nahtroller.

Wand-Decken- und Wand-Boden-Anschluss tapezieren:  Drücke den Überstand mit einem Beschneidelineal fest in den Winkel und schneide die Tapete sauber mit dem Cutter ab.
Tapezieren an schwierigen Stellen

Während eine ganze Wand schnell tapeziert ist, gibt es in jedem Raum auch einige tückische Stellen. Diese lassen sich aber mit kleinen Tricks ebenfalls gut meistern.

Innenecken tapezieren:  In den Innenecken endet die Tapete direkt in der Ecke. Schließe dann die nächste Bahn exakt auf Stoß an.

Ungerade Außenecken tapezieren:  Bei ungeraden Außenkanten kannst du mit einem Winkelprofil aus Kunststoff einen sauberen Tapetenabschluss erzielen. Die Profilschiene wird mit Kontaktkleber auf die Außenecke geklebt, die Kanten werden angeschliffen und verspachtelt.

Um Fenster herum tapezieren:  Beginne beim Fenster das Tapezieren an den Seitenteilen der Fensterlaibung, und zwar erst links, dann rechts. Tapeziere den oberen Teil am Schluss, um sicherzugehen, dass die Überlappungen passen. Klebe beim Fenster die Tapete grundsätzlich mit Überstand ums Eck. Die überstehenden Teile klappst du dann später nach innen, um die Kanten nahtlos zu überdecken.

Um Türen herum tapezieren:  Nähere dich einer Tür immer nur von einer Seite aus Bahn für Bahn – nie von beiden Seiten zur Mitte der Tür hin. Achte dabei darauf, dass ca. 3 cm der Bahn am Türrahmen überstehen und schneide den Überstand mit einem Cuttermesser an einem Kunststoffspachtel entlang sauber ab.

Steckdosen & Schalter:  Die Abdeckungen von Steckdosen und Lichtschaltern werden entfernt, nachdem der Strom abgestellt ist. Die offenen Stellen werden übertapeziert, über Kreuz eingeschnitten und nach einer kurzen Trockenzeit nachgeschnitten.

Heizkörper:  Um hinter einen Heizkörper zu kommen, kannst du eine Tapetenbahn in ca. 10 cm breite Streifen schneiden und diese mit einem schmalen Farbroller durch die Heizungsstäbe hindurch andrücken. Die meisten Heimwerker sparen sich jedoch den Bereich hinter einer Heizung einfach – sieht ja eh keiner!
5. Wissenswertes rund ums Tapezieren

Die verschiedenen Tapetenarten:


  • Vliestapeten:  bieten eine große Designvielfalt und sind sehr leicht zu verarbeiten.
  • Papiertapeten:  sind atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Ihre Anbringung ist etwas anspruchsvoller, aber noch immer anfängerfreundlich.
  • Raufasertapeten:  sehr robuste Papiertapeten, die mehrmals überstrichen werden können und ebenfalls recht leicht anzubringen sind.
  • Fototapeten:  sorgen für Stimmung. Das Anbringen ist etwas schwieriger, aber mit etwas Geschick durchaus machbar.
  • 3D-Tapeten:  setzen aufregende Highlights, werden wie Fototapeten angebracht.

Tapezieren mit Rapport:

Der Begriff Rapport bezeichnet ein sich wiederholendes Muster auf der Tapetenbahn. Die Wiederholung entsteht, da bei der Tapetenproduktion eine Druckvorlage bzw. Schablone verwendet wird, die das Muster über die gesamte Tapetenlänge immer wieder abbildet. Die Motive liegen auf der fertig gedruckten Tapete also nicht willkürlich, sondern als festgelegte Motivschleife vor.

 

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