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Dein Projekt: Wände streichen
Hauptmaterial auswählen
In diesem Schritt wählst du die passende/n Farbe/n aus.
Zusatzmaterial hinzufügen
Füge Zusatzmaterial wie z.B. Tiefengrund, Spachtelmasse, Schimmelentferner etc. hinzu.
Zubehör auswählen
Malerflies, Abdeckfolie, Malerkreppband: Hier findest du alles rund um dein Projekt.
Werkzeug ergänzen
Du hast nicht den richtigen Pinsel zur Hand? Von der Farbrolle bis zum Farbsprühsystem helfen wir dir bei der Auswahl deines Werkzeugs.
Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien
Ein neuer Anstrich für die Wände: herrlich! Im Folgenden zeigen wir dir, welches Zubehör und Werkzeug du brauchst und wie du Schritt für Schritt am besten vorgehst, damit dein Projekt Wände streichen gelingt.

Dieses Material benötigst du:
• Farbe
• Farbroller/Pinsel
• Malervlies, Abdeckfolie und Malerkreppband
Wände streichen Schritt für Schritt
Für dein Streichprojekt benötigst du folgendes Material und Werkzeug:

Für die Vorbereitung:

  • Spannungsprüfer
  • Abdeckvlies und Malerfolien für Boden und Möbel
  • Malerkreppband
  • Besen, Staubsauger
  • ggf. Tiefengrund, Quast oder Tiefgrundbürste
  • ggf. Spachtelmasse, Spachtel, Schleifpapier

Zum Streichen selbst:
  • Farbe
  • Farbrolle, Malerpinsel, Abstreifgitter und Farbwanne

Hilfreiches Zubehör zum Streichen:
  • Arbeitskleidung
  • Rührstab/Rührquirl
  • Leiter
  • Kreuzlinienlaser
Folgende Arbeitsschritte erwarten dich bei deinem Projekt Wände streichen:

Gut geplant ist halb gestrichen! Wie bei den meisten handwerklichen Projekten, hilft dir auch beim Streichen eine gute Planung, um Kosten, Aufwand und Zeit kalkulieren zu können.


Folgende Arbeitsschritte erwarten dich bei deinem Projekt Wände streichen:

1. Farbmenge kalkulieren
2. Untergrund prüfen
3. Raum und Wände vorbereiten
4. Streichwerkzeug auswählen
5. Richtig streichen
1. Farbmenge kalkulieren

Miss zunächst die zu streichende Fläche aus und beziehe bei der Farbmengenkalkulation Fenster und Türen mit ein und ob du eventuell einen zweiten Anstrich benötigen wirst. Als Faustformel zur Berechnung gilt:


m² des Raums × 3 × Anzahl der Anstriche = benötigte Farbe für Wände und Decke in Litern

Ist der Untergrund fachgerecht vorbereitet, reicht meist ein Anstrich. Ist die Farbe deutlich dunkler oder heller als der Untergrund, könnten zwei Anstriche nötig sein, damit das Ergebnis flächendeckend einheitlich ist. Hier macht sich eine gute Farbqualität bezahlt, da hochwertige Farbe in der Regel besser deckt.

Übrigens: Sollte am Ende Farbe übrig bleiben, bewahre diese in einem Einmachglas auf und beschrifte es mit Namen und Marke der Farbe und welchen Raum du damit gestrichen hast, um später kleinere Stellen ausbessern zu können.
2. Untergrund prüfen

Die zu streichenden Wände sollten wie folgt sein:
• trocken
• staub- und fettfrei
• sauber
• frei von Rissen, Löchern und Nägeln

Erfüllen deine Wände diese Bedingungen nicht, solltest du sie folgendermaßen vorbehandeln:
Risse und Bohrlöcher Entferne Schrauben und Dübel, bessere Löcher und Risse mit Spachtelmasse und Spachtel aus und glätte die Stellen abschließend mit Schleifpapier
Wände mit Nikotin-, Ruß-, Fett- und Wasserflecken Vorbehandlung mit Acryl-Tiefengrund, anschließend Anstrich mit Isolierfarbe
Tapezierte Wände Auf beschichteten Mustertapeten hält die Farbe meist nicht überall. Hier hilft eine Vorbehandlung mit Tiefengrund. Alte, oft überstrichene Tapeten müssen entfernt werden.
Weiche dazu die Tapete z.B. mithilfe eines Farbsprühsystems ein und löse die Tapete anschließend mit einem Spachtel.
Schimmelbefallene Wände Schimmelige Wände musst du zwingend mit einem Schimmelentferner reinigen.
Auch ein Anstrich mit einer Schimmelschutzfarbe oder einer Wandfarbe in Kombination mit einem Anti-Schimmel-Zusatz sind empfehlenswert.
Putz- und Rigipswände Streiche mit der Hand über die Wand: Bleiben Farb- oder Putz-Rückstände an deiner Hand, solltest du die Wand mit Tiefengrund grundieren, damit sie die Farbe besser aufnimmt.

Kratze mit dem Fingernagel an der Wand: Lässt sich der Altanstrich mit dem Fingernagel abkratzen, solltest du die alte Farbe mit Bürste und Wasser entfernen, bevor du die Wand streichst. Andernfalls kann die neue Farbe schnell abblättern.

Klopfe mit einem Finger gegen die Wand: Bröckelt der Putz ab oder klingt die Wand hohl, solltest du an dieser Stelle neuen Putz auftragen, bevor du streichst.
3. Raum und Wände vorbereiten

Freiraum zum Streichen schaffen
Räume kleinere Gegenstände aus dem Raum. Größere Möbel und Regale werden in die Mitte des Raums gerückt und mit einer Malerfolie abgedeckt, um sie vor Farbspritzern zu schützen.

Wände säubern
Entferne vor dem Streichen Staub und Spinnenweben von der Wand, der Decke und aus den Ecken. Das geht mit einem Tuch oder einem Besen, am einfachsten aber mit einem Akku-Handstaubsauger.

Abdecken und abkleben
Klebe alle nicht zu streichenden Elemente wie Tür- und Fensterrahmen und Fußleisten mit Kreppband ab und lege den gesamten Fußboden mit Abdeckvlies aus. Nachdem du den Strom abgeschaltet hast, kannst du Steckdosen- und Schalterabdeckungen entfernen und abkleben.
Formen und Muster
Wenn du Muster und Formen streichen möchtest, solltest du vor dem Streichen die Kanten abmessen und mit Kreppband abkleben. Ein hervorragendes Hilfsmittel, um gerade Linien ziehen zu können, ist ein Kreuzlinienlaser.

Saubere Kanten streichen
Klebe die Kanten mit Kreppband ab und streiche einmal mit der aktuellen Wandfarbe am Rand entlang. Achte dabei darauf, dass die Farbe in alle Zwischenräume gelangt, und lass sie dann trocknen. Streiche anschließend mit der gewünschten Farbe drüber, lass sie ein wenig trocknen und zieh das Kreppband ab, bevor es ganz trocken ist.
4. Streichwerkzeug auswählen

Farbsprühsystem, Farbrolle oder Pinsel? Je nach Flächengröße und -beschaffenheit sind andere Streichwerkzeuge geeignet.

Ganze Wände, große Flächen:
Für komplette Wände sind Farbsprühsysteme oder Farbrollen das Streichwerkzeug der Wahl:

Farbsprühsystem:
  • Färbt große Flächen deutlich leichter und schneller ein als eine Rolle
  • Beschichtet auch Flächen über Kopf, Ecken, Winkel und strukturierte Oberflächen gleichmäßig
  • Nachteil: Es sprüht die Farbpartikel durch die Luft – der Raum muss also sehr sorgfältig abgeklebt und mit Malerflies ausgelegt werden. Somit geht das Streichen zwar schneller, aber die Vorbereitung dauert länger.
Farbrollen:
  • Stark gepolsterte Farbrollen: eignen sich für stark strukturierte Flächen wie groben Putz
  • Leicht gepolsterte Farbrollen: eignen sich für die meisten Innenwände und Decken
  • Farbrollen mit kurzem Flor: eignen sich für sehr glatte Flächen

Für kleine und feine Arbeiten nimmst du am Besten einen Pinsel

  • Mittelgroße Flächen:  großer Flachpinsel
  • Ecken:  Eck- oder Heizkörperpinsel
  • Feine Arbeiten und Kanten:  Rundpinsel
  • Schwer zugängliche Stellen:  Heizkörperpinsel

Übrigens: Dein Streichwerkzeug musst du nicht jedes Mal reinigen, wenn du eine längere Pause einlegst. Luftdicht in Plastikfolie eingewickelt, kannst du Pinsel und Rolle am nächsten Tag einfach weiterverwenden.
5. Richtig streichen

  • Die Decke:  Fang mit dem Streichen der Decke an, um Farbspritzer auf den frisch gestrichenen Wänden zu vermeiden. Streiche zunächst mit einem Pinsel in den Ecken und dann mit der Rolle den Rest.

  • Raumecken:  Streiche nach der Decke zunächst die Ecken des Raums, da hier die Farbrolle nicht hinkommt. Hierfür eignen sich Heizungspinsel besonders gut.

  • Wände am Fenster:  Streiche dann mit der Rolle immer vom Fenster weg, um besser zu erkennen, wo du schon gestrichen hast.
    • „Nass in nass“ streichen:  Setze die Farbrolle immer wieder in der bereits gestrichenen, noch nassen Fläche an. So vermeidest du Streifenbildung. Streiche bei einer stark strukturierten Raufasertapete zunächst fächerförmig, um die Farbe gut zu verteilen.

    • Hochkant, quer, hochkant streichen:  Fange von oben nach unten an zu streichen, anschließend noch einmal von links nach rechts und zum Schluss noch einmal von oben nach unten.

    • Gut trocknen lassen:  Lass den ersten Anstrich einmal durchtrocknen, bevor du dich an den zweiten machst. Denn erst, wenn die Wand richtig getrocknet ist, siehst du, ob du regelmäßig gestrichen hast – und ob ein zweiter Anstrich überhaupt notwendig ist.
      • Farbspritzer:  Wische Flecken auf dem Boden und auf Gegenständen sofort weg, wenn sie noch feucht sind. Sollte die Wand einen Farbklecks abbekommen haben, lass die Farbe trocknen und streiche sie dann über.

      • Kanten:  Sollten die Kanten trotz Kreppband unsauber werden, lässt sich die überschüssige Farbe nach dem Trocknen mit einem Cutter vorsichtig abkratzen.
        Achtung: Schneide dabei nicht in die Tapete oder in den Putz.

      • Heizung aus und Fenster schließen:  So trocknet die Farbe langsam und gleichmäßig, und es entstehen weniger Flecken und Streifen.

      • Schlecht tapezierbare Flächen: Sind Ecken oder kleine Flächen schlecht zu tapezieren, hilft „flüssige Raufaser“. Vorbehandlung mit Acryl-Tiefengrund, dann mit flüssiger Raufaser streichen.
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