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Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien
Ein Terrassendach zu installieren ist ein Projekt, das etwas Planung benötigt.
Aber keine Sorge: Unser Projektberater zeigt dir, wie du dabei am besten vorgehst.

Bevor du loslegen kannst, brauchst du folgende Dinge:

  • Terrassenüberdachung inkl. Dachplatten
  • ggf. Zusatzteile wie Brüstungen oder Innenbeschattung
  • Leiter und Werkzeug
Mehr für deine Terrasse und Balkon!
Schritt für Schritt zur Terrassenüberdachung
Inhalt
Auf dem Weg zum neuen Terrassendach erwarten dich folgende Projektschritte:

  • Vorbereitung
  • Das Fundament
  • Terrassenüberdachung aus Holz aufbauen
  • Terrassenüberdachung aus Aluminium aufbauen
  • Die richtige Pflege eines Terrassendachs
  • Häufig gestellte Fragen rund ums Terrassendach
1. Vorbereitung
Bevor du dein Projekt Terrassenüberdachung montieren startest, solltest du folgende wichtige Punkte klären:

1. Aus welchem Material soll das Terrassendach bestehen?
Wenn du dich entschieden hast, ob du eine Voll- oder Teilüberdachung montieren möchtest, sind die klimatischen Bedingungen deines Wohnortes für die Wahl des Materials wichtig. Beachte dabei vor allem die Schneelastzone und berücksichtige auch den Wasserabfluss.

2. Wie soll das Tragwerk aussehen?
Eine Terrassenüberdachung muss so einiges aushalten: Regen, Gewicht durch Schnee und immense Kräfte bei starkem Wind. Hinzu kommt das Eigengewicht des Dachs, das dauerhaft vom Tragwerk gehalten werden muss. Entsprechend müssen sämtliche Balken, Pfeiler, Sparren und Verstrebungen auf diese Belastungen ausgerichtet sein.

3. Welches Fundament braucht eine Terrassenüberdachung?
Eine Terrassenüberdachung ist erst dann richtig stabil, wenn sie an der Hauswand und im Boden fest verankert ist. Für das Fundament im Boden kommen Punktfundament oder Streifenfundament infrage. Beim Punktfundament werden für die tragenden Pfosten punktuell Fundamente errichtet, ein Streifenfundament zieht sich über die gesamte Breite der Terrassenüberdachung.

4. Muss ich rechtliche Grundlagen und Bauvorschriften beachten?
Meist ist der Bau einer Terrassenüberdachung nicht genehmigungspflichtig. Dabei sind jedoch Grundfläche, Tiefe und Höhe der Konstruktion ausschlaggebend. Frag also im Zweifel besser bei der Bauaufsichtsbehörde nach.

Ein grundsätzlicher Tipp: Organisiere 2, besser noch 3 Helfer, die dir zur Hand gehen. Je größer das Terrassendach, desto mehr Personen brauchst du!
2. Das Fundament
Das richtige Fundament für die Terrassenüberdachung

Eine Terrassenüberdachung muss stabil und sicher stehen, um auch Sturm und Regen standzuhalten.
Je nach umgebender Bebauung können einige Modelle an der Haus- bzw. Garagenwand befestigt werden oder mit breitfüßigen Stützen am Untergrund verankert werden.
Die meisten Terrassendächer jedoch brauchen ein solides Fundament, das die tragenden Pfosten fest im Boden verankert. Hier kommt meist ein Punktfundament zum Einsatz. Solltest du deine Terrasse eh neu anlegen, bietet sich auch ein Streifenfundament oder eine Fundamentplatte an.

Wie du beim Fundament am besten vorgehst, erfährst du in unserem Ratgeber „Fundament anlegen“.
3. Terrassenüberdachung aus Holz aufbauen
Diese Aufbauanleitung für handelsübliche Konstruktionen aus Holz soll dir lediglich eine erste Orientierung für den Aufbau deiner Terrassenüberdachung aus Holz geben. Je nach Modell kann der Aufbau deiner Konstruktion etwas variieren.

Du brauchst folgendes Werkzeug:
  • Wasserwaage
  • Bohrmaschine
  • Zollstock
  • Säge
  • Hammer
  • Akkuschrauber
  • Leiter
Und so geht's:
  • Richte zunächst die Aufschraubstützen gemäß des Fundamentplans aus und befestige sie.
  • Richte nun die Pfosten mithilfe der Wasserwaage exakt aus. Arbeite sehr sorgfältig, denn hier geht es um das Grundgerüst deiner Terrassenüberdachung!
  • Verschraube die Pfetten mit den Pfosten.
  • Verbinde jetzt die Kopfbänder mit den Pfosten und Pfetten. Fixiere dabei die Pfetten im 45°-Winkel mit Schrauben.
  • Befestige die hinteren Pfetten mit Dübeln und Schrauben an der Hauswand (Wasserwaage nicht vergessen!).
  • Richte die Sparren gemäß der Bauanleitung aus und fixiere sie mit Schrauben.
  • Bringe die Dachlatten zwischen den Sparren an, um die gesamte Dachkonstruktion zu stabilisieren.
  • Befestige nun noch die Dachplatten und fixiere sie mit den Abdeckprofilen aus Aluminium.
4. Terrassenüberdachung aus Aluminium aufbauen
Der Aufbau einer Terrassenüberdachung aus Aluminium unterscheidet sich etwas von der einer Überdachung aus Holz.
Diese Aufbauanleitung soll dir lediglich eine erste Orientierung für den Aufbau deiner Terrassenüberdachung aus Aluminium geben. Je nach Modell kann der Aufbau etwas variieren.

Du brauchst folgendes Werkzeug:
  • Wasserwaage
  • Bohrmaschine
  • Zollstock
  • Hammer
  • Akkuschrauber
  • Leiter
  • Säge
Und so geht's:
  • Bohre die ersten 2 Löcher (8 mm) 10 cm vom Anfang und Ende des Wandanschlussprofils. Die restlichen Löcher folgen im Abstand von 50 cm.
  • Bohre für den Rinnenabfluss ein 79-mm-Loch in das Rinnenprofil, verschraube das Laubfanggitter und dichte es mit Silikon ab.
  • Fixiere die Rinnenendkappen an der Rinne und dichte auch diese von innen mit Silikon ab.
  • Durchbohre nun die Abdeckprofile 15 cm vom Rand, alle restlichen mit einem Abstand von 50 cm.
  • Um das Wandprofil zu befestigen, lege die Wasserwaage an, bohre durch die vorhandenen Löcher in die Hauswand und befestige sie mit Dübeln und Schrauben.
  • Stelle das Rinnenprofil auf zwei Böcken auf und verschraube es im exakten rechten Winkel mit Seiten- und Wandprofil.
  • Lege die Länge der Pfosten fest und säge sie auf die gewünschte Länge.
  • Verbinde und fixiere die Pfosten mit dem Fundament und dem Rinnenprofil.
  • Ermittle die Mitte der Terrasse und starte von hier mit den Fächern.
  • Schiebe das erste Zwischenprofil in Wand- und Rinnenprofil, befestige es mit Schrauben und klicke die Klickleisten ein. Wiederhole diese beiden Vorgänge, bis alle Zwischenträger eingesetzt sind.
  • Platziere nun die Platten zwischen den Trägern und schraube die Abdeckungen für das Seitenprofil an.
  • Drücke die Mauerdichtung Stück für Stück in das Profil.
  • Verschraube das Abschlussprofil für die Zwischenträger und montiere Winkel auf die Zwischenträger, damit die Platten nicht verrutschen können.
  • Kontrolliere nochmals, ob die Pfosten gerade stehen, und verschraube sie abschließend am Rinnenprofil.
5. Die richtige Pflege eines Terrassendachs
Wie viel Pflege- und Wartungsaufwand eine Terrassenüberdachung verursacht, hängt in erster Linie vom eingesetzten Material ab.

Folgende Maßnahmen solltest du jedoch regelmäßig durchführen:
  • Prüfe hin und wieder, ob die Konstruktion noch stabil ist.
  • Holzkonstruktionen müssen je nach Holzart und -verarbeitung regelmäßig gestrichen werden.
  • Flache Terrassendächer sollten ab und zu abgespritzt werden.
    Bei hartnäckigeren Verschmutzungen hilft eine Bürste mit Teleskopgriff, die an den Gartenschlauch angeschlossen wird. Ein Hochdruckreiniger eignet sich hier nicht, denn der harte Strahl kann die Dichtungen beschädigen und Kunststoffdächer aufrauen, sodass sich hier Dreck und Algen besser festsetzen können.
    Achtung: Betrete das Dach nur, wenn sicher ist, dass es die zusätzliche Last auch aushält!
  • Vor dem Herbst und nach dem Winter solltest du die Wasserabflüsse von Laub und Schmutz befreien.
6. Häufig gestellte Fragen rund ums Terrassendach
Wie hoch sollte eine Terrassenüberdachung sein?
Für dein Terrassendach solltest du eine Höhe von 210 bis 250 cm einplanen, damit sich auch große Menschen darunter wohlfühlen.

Welches Gefälle sollte ein Terrassendach haben?
Damit Regenwasser gut ablaufen kann, empfiehlt sich eine Neigung zwischen 5 und 15 Grad.

Kann eine Terrassenüberdachung auch am Hausdach befestigt werden?
Eine solche Aufdachmontage ist recht aufwendig und teuer. Sie erfordert speziell angefertigte Winkelhalterungen, die an den freigelegten Dachsparren befestigt werden. An den Halterungen wird ein Zusatzträger befestigt und anschließend daran das Terrassendach montiert.
Bei einer Aufdachmontage sollten ein Dachdecker und ein Statiker hinzugezogen werden.

Worauf ist bei der Statik zu achten?
Wenn du ein selbst gebautes Terrassendach an bestehende Bauwerke anbauen möchtest, solltest du dies statisch berechnen lassen.
Bei einem Fertigbausatz ist die Statik schon berücksichtigt.

Braucht eine Terrassenüberdachung eine Versicherung?
Wenn du bei Sturm-, Wind-, und Hagelschäden abgesichert sein möchtest, solltest du die Terrassenüberdachung deiner Wohngebäudeversicherung melden.
Meist sind solche Erweiterungen dort bereits berücksichtigt oder können ganz einfach mitversichert werden.
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