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Mit einem Teich im deinem Garten schaffst du einen ganz besonderen Ort der Ruhe und Entspannung – und für viele Teichbewohner einen rar gewordenen Lebensraum. Damit der Teich auch so wird, wie du ihn dir wünschst, solltest du ihn gut planen, bevor du den Spaten ansetzt. Welche Kriterien der Standort eines Gartenteichs erfüllen sollte, welches Werkzeug, Material und Know-how du zum Anlegen eines Gartenteichs brauchst, mit welchen Pflanzen und Fischen du ihn am besten bestückst und was er an Pflege braucht, wenn er erst einmal eingerichtet ist, haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.
Gartenteich anlegen: Schritt für Schritt Anleitung
1. Planung eines Gartenteichs
Sicherlich hast du schon ein Bild vor Augen, wenn du dir deinen Teich vorstellst, und ob du eine eher künstliche oder eher naturbelassene Variante anlegen möchtest. Das ist nämlich für die Ufergestaltung eines Gartenteichs wichtig. Außerdem ist eine Wahl zu treffen, welche Art von Teich du anlegen möchtest.

Für eine individuelle Teichform empfiehlt sich ein aufwendigerer Folienteich. Soll es schnell und unkompliziert gehen, ist ein Fertigteich richtig. Lässt sich in deinem Garten keine ebene oder wurzelfreie Fläche für einen Teich finden, ist ein Hochteich ideal. Ein hübscher Hingucker, jedoch ohne tierische und pflanzliche Bewohner, ist ein Miniteich, der von der Pflege her eher anspruchslos ist. Generell musst du dich entscheiden zwischen einem üppigen Pflanzenbestand und der Haltung von Fischen, da beides zusammen nur schwer in Einklang zu bringen ist. Und schließlich sind bei der Wahl des Standorts des Gartenteichs mehrere Dinge zu bedenken:

Die Sicht auf den Teich, Laub, Wurzeln und Verunreinigung von Bäumen, Sonne & Schatten – und vor allem die Sicherheit von Kindern.
2. Standortkriterien für einen Gartenteich
Ein Gartenteich ist ein empfindliches Ökosystem, auf das die klimatischen Verhältnisse großen Einfluss haben. Deshalb sind bei der Wahl des Standorts mehrere Dinge zu bedenken:

Nicht unter Bäumen: Herabfallendes Laub, Tannennadeln, Blütenstaub und Äste können die Wasserqualität und damit die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere verschlechtern – von der Mehrarbeit beim Säubern des Teichs ganz abgesehen.

Nicht neben Bäume:
Bäume mit flachem Wurzelwerk und ausläufertreibende Arten sollten nicht in unmittelbarer Teichnähe wachsen, da Wurzeln und Rhizome die Teichfolie durchstoßen können.

Licht und Schatten:
Die Tier- und Pflanzenwelt im Teich benötigt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Schatten. 6 Stunden Sonne am Tag sind ideal für die Pflanzen zum Wachsen – mehr jedoch nicht, damit sich der Teich nicht stark aufheizen kann, was das Algenwachstum fördert.
Genug Wind: Der Gartenteich sollte nicht im Windschatten liegen, denn Wind bringt auf natürliche Weise Sauerstoff ins Teichwasser und durchmischt es – wichtig für die Wasserqualität.

Ebenes Gelände:
Der Teich sollte in einigermaßen ebenem Gelände liegen, damit weder überschüssiges Regenwasser aus dem Garten in den Teich läuft, was ihn übersäuern könnte, noch der Teich beim Überlaufen den Garten oder gar den Keller überflutet.

Geräusche:
Ein naturnaher Teich mit Fischen und anderen Wasserbewohnern sollte etwas abseits vom Haus und von viel genutzten Gartenwegen liegen, um den Tieren ein ruhiges Plätzchen zu schaffen.

Sicht auf den Teich:
Ein Teich ohne Fische, dafür mit aufwendigen Wasserspielen und schönen Pflanzen hingegen sollte als optisches Highlight in der Nähe der Terrasse liegen. Vor allem mit Kindern im Garten ist eine freie Sicht auf den Gartenteich besonders wichtig!
3. Werkzeug & Material zum Anlegen eines Gartenteichs
Um deinen Gartenteich anzulegen, brauchst du folgendes Werkzeug und Material:

  • Teichfolie, Schutzvlies oder Fertigteichbecken
  • Sand
  • ggf. Teichkies
  • ggf. Ufermatten
  • Pflanzkörbe
  • ggf. Teichfilter/Teichpumpen
  • Teichpflanzen
  • Spaten
  • Gartenschlauch oder Richtschnur
  • Schaufel
  • Allzweckschere oder Cutter
  • Wasserwaage
  • Spitzhacke
  • Schubkarre
  • Gartenharke
4. Teich anlegen: So geht's
Folienteich oder Fertigteich? Beide Teicharten haben ihre Vorteile. So kannst du beim Folienteich Form, Größe und Verlauf selbst festlegen, hast aber mehr Aufwand beim Anlegen. Ein Fertigteich hingegen wird einfach in die Erde gegraben – lässt dir aber bei der Gestaltung weniger Spielraum.

Folienteich anlegen:

1. Markiere zunächst mit einem Gartenschlauch, mit Holzpflöcken oder einer Schnur die Umrisse des Teichs. Markiere auch die verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Wassertiefen und stufenartigen Übergängen: An das Ufer schließt sich die 10-20 cm tiefe Sumpfzone an, darauf folgt die 40-50 cm tiefe Flachwasserzone, in der Mitte befindet sich die Tiefwasserzone mit 80-150 cm Wassertiefe. Die Übergänge kannst du nach Wunsch mal flacher und mal steiler gestalten.

2. Hebe nun eine Grube aus und befülle diese nach dem Entfernen von Steinen & Co. mit einem Sandpolster, auf dem die Folie weich aufliegt. Als Alternative zu Sand kannst du auch ein spezielles Teichvlies verwenden. Überprüfe beim Aushub immer wieder, ob die Teichränder auf einer Ebene liegen – zum Beispiel mit einer Dachlatte oder einer gespannten Schnur und einer Wasserwaage. Nun lege die Folie mit ausreichend Randüberstand ein. Bei steil abfallendem Teichgrund empfiehlt sich der Einsatz von Böschungsmatten oder Böschungstaschen, um Steinen und Pflanzen Halt zu geben.

3. Bringe nun die Teicherde und den Teichkies in die Tiefwasserzone deines Gartenteichs ein. Anschließend kannst du mit dem langsamen Befüllen des Teichs beginnen, zunächst nur zu einem Drittel. Das Gewicht des Wassers strafft die Folie und glättet die Falten. Nun kannst du die Tiefwasserzone bepflanzen.

4. Ist das Wasser komplett eingefüllt, kannst du die Folie am Rand je nach Ufergestaltung einkürzen. Für die Bepflanzung ist die Randgestaltung des Gartenteichs wichtig: Wird die Folie nach oben gezogen, entsteht ein trockener Bereich außerhalb der Folie. Ist die Folie mit Erde überdeckt, bleibt auch der angrenzende Uferbereich feucht.

Fertigteich anlegen:

  • Hebe die Grube für den Teich ca. 10 cm breiter und tiefer als die eigentliche Teichform aus, weil der Teich später mit Sand eingeschlämmt wird.

  • Befülle den Teich vor dem Einschlämmen zu einem Drittel mit Wasser, damit er nicht aufschwimmt.

  • Ist das Becken gerade ausgerichtet, fülle die Lücke zwischen Grube und Becken mit Sand auf und schlämme ihn anschließend mit Wasser ein, damit er später nicht zu einer Seite wegsackt.

  • Schütte den Teichrand mit der vorher ausgehobenen Erde auf und setze die Grasnarbe wieder ein.

  • Nun kannst du den Teich mit Teichpflanzen, Deko & Co. gestalten.
5. Teichtechnik
Wenn der Standort des Gartenteichs stimmt und kein übermäßig starker Nährstoffeintrag stattfindet, lässt sich ein nicht zu kleiner Gartenteich auch ohne aufwendige Technik im biologischen Gleichgewicht halten. Sobald jedoch Fische oder andere Wasserbewohner eingesetzt werden, erhöhen sich unweigerlich die Phosphat- und Stickstoffkonzentration, was bei entsprechenden Temperaturen schnell zur Algenblüte führen kann. Außerdem kommt es bei starker Wassererwärmung oft zu Sauerstoffmangel. Probleme, die mit dieser Grundausstattung an Teichtechnik behoben werden können:

  • Eine Filteranlage für den Gartenteich zieht den groben Schmutz aus dem Wasser, kann es mit Sauerstoff anreichern und den Nitrat- und Stickstoffhaushalt regeln.

  • Eine Gartenteichpumpe dient dazu, das Teichwasser umzuwälzen oder Wasser an eine gewünschte Stelle zu befördern. Sie hat nicht automatisch eine reinigende Wirkung, es gibt aber auch Kombinationen aus Pumpen und Filter.

  • Ein Oxydator aus Spezialkeramik ist eine praktische Alternative zur Belüftungspumpe. Er bildet Sauerstoff, ohne dabei das im Wasser befindliche Kohlenstoffdioxid auszutreiben.

  • Ein UV-Teichklärer bestrahlt durch eine Röhre laufendes Wasser mit UV-Licht und tötet so Schmutzpartikel, Algen und Mikroorganismen ab, deren Reste anschließend ausgefiltert werden.

  • Ein Skimmer saugt zuverlässig Grobschmutz von der Teichoberfläche ab, bevor die Wasserqualität dadurch beeinträchtigt wird.
6. Pflanzen und Fische im Gartenteich
Hier gilt ein klares entweder… oder: Für deinen Gartenteich musst du dich entweder für Pflanzen oder für Fische entscheiden, da beides zusammen nur mit viel Mühe und Hilfsmitteln zu schaffen ist.

Pflanzen sind in den unterschiedlichen Teichzonen wichtig, um das ökologische Gleichgewicht zu halten. So gibt es Pflanzen, die mindestens in einem Meter Tiefe leben müssen, weil sie kein Sonnenlicht vertragen. Andere brauchen einen Wechsel von nassem und feuchtem Boden, um gedeihen zu können. Stark wuchernde Pflanzen sollten ab und zu ausgedünnt werden, damit sie sich nicht gegenseitig Licht und Nährstoffe wegnehmen. Schilf am Ufer sorgt dafür, dass die Uferzone im Winter zumindest teilweise eisfrei bleibt – wichtig für den Sauerstoffgehalt des Wassers. Auch Unterwasserpflanzen sind als Sauerstoffproduzenten unerlässlich.

Fische im Gartenteich brauchen eine stabile Wasserqualität und zum Überwintern eine Wassertiefe von mindestens 1 m. Auch wichtig: ausreichend Schatten und Wind. Liegt die Wasseroberfläche den ganzen Tag in der Sonne, heizt sich das Wasser nämlich zu sehr auf, der Sauerstoffgehalt kann gefährlich sinken. Und kommt Wind an den Teich, durchmischt er das Wasser und bringt Sauerstoff in tiefere Zonen. Für den Winter wichtig: Da Fische ab ca. 10 Grad aufhören zu fressen, darfst du sie im Winter nicht füttern. Auch sollten an der Uferbepflanzung immer ein paar Stellen eisfrei bleiben, damit die Gase, die das Ökosystem Teich produziert, entweichen können. Löcher ins Eis zu hacken, ist jedoch keine Lösung, da sich die Tiere erschrecken oder verletzen könnten.
7. Dekoration für den Gartenteich
Neben den klassischen Teichpflanzen gibt es viele weitere Möglichkeiten, deinen Teich individuell zu gestalten. So sind Brücken, Trittsteine und kleine Wege eine hübsche Verzierung für einen Gartenteich.

Als Zugang macht sich ein Steinweg zum Ufer oder sogar ein kleiner Steg toll. Angeschlossene Bachläufe, Wasserspiele oder Springbrunnen – gern in Kombination mit einer Teichpumpe oder einem Filtersystem – bringen nicht nur beruhigendes Plätschern mit sich, ihre Wasserbewegungen versorgen den Teich auch zusätzlich mit wichtigem Sauerstoff. Und, natürlich: die Beleuchtung, die deinen Gartenteich in der Dämmerung und in der Nacht erst so richtig in Szene setzt!
8. Teichpflege
Die richtigen Geräte sind das A und O für die Pflege deines Gartenteichs. Um Laub und anderen groben Schmutz zu entfernen, brauchst du einen Kescher und einen Teichschlammsauger. Auch ein Teichfilter ist unentbehrlich, um das Wachstum von Algen zu minimieren.

Darüber hinaus solltest du im späten Frühling die Teichpumpe für längere Zeit täglich durchlaufen lassen und damit den Sauerstoffgehalt deines Teichs erhöhen.

Weiterhin muss die Wasserqualität des Teichs stetig überprüft werden – zum Feststellen des pH-Werts und des Nitratgehalts gibt es entsprechende Testkits.

Je nach Jahreszeit gibt es am Gartenteich andere Dinge zu tun. So steht im Frühling der allgemeine Frühjahrsputz an: Entferne und ersetze über den Winter eingegangene Pflanzen, und befreie den Teich von Algen und Schlamm.
Im Sommer musst du besonders auf die Wasserqualität achten, um den Algenwuchs zu kontrollieren. Außerdem solltest du deinen Teich vor zu großer Sonneneinstrahlung schützen und das Wasser mittels Teichpumpe abkühlen.
Im Herbst kommt es dann besonders darauf an, deinen Teich vor Laub zu schützen, und im Winter ist es wichtig, den Teich beispielsweise mit einem Teichheizer eisfrei zu halten.
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