Dein Projekt Teppichboden verlegen
1. Hauptmaterial auswählen
In diesem Schritt wählst du deinen passenden Teppichboden aus.
2. Zusatzmaterial auswählen
An dieser Stelle fügst du ggf. Befestigungsmaterial für den Teppich hinzu.
3. Zubehör
Nun wählst du die Sockelleisten und das passende Zubehör aus.
4. Werkzeug
Du hast kein Teppichmesser? Von der Säge bis zum Zollstock kannst du dein Werzeug bei uns bestellen.
Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien

Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Materialien vor und zeigen dir, welches Zubehör und Werkzeug du brauchst, damit dein Projekt gelingt!

Dieses Material benötigst du für dein Projekt:

  • Teppich
  • Sockelleisten
  • End-, Eck- und Verbidungsstücke und Befestigungsclips
  • Bodenprofile
Teppichboden verlegen Schritt für Schritt
Benötigtes Werkzeug und Material:

  • Zollstock
  • ggfs. Grundierung, Spachtelmasse und Glättkelle
  • doppelseitiges Klebeband, ggfs. Teppichkleber
  • Teppichmesser mit Hakenklinge und Trapezklinge
  • Tapezierschiene

Folgende Arbeitsschritte erwarten dich:

  • Vorbereitungen
  • Das Verlegen des Teppichs
  • Das Anbringen der Teppichleisten
  • Wissenswertes zur Teppichpflege
1. Vorbereitung

Untergrundbedingungen

Ganz wichtig: Entferne sämtliche Rückstände von dem Boden, auf dem du den Teppich verlegen möchtest. Auch alter Teppich samt eventueller Kleberreste muss raus, da er nicht als Untergrund für einen neuen Teppich taugt.

Prüfe nun mit der Wasserwaage, ob der Untergrund wirklich eben ist. Wenn dein neuer Teppich liegt, sind nämlich auch kleine Unebenheiten deutlich spürbar. Gibt es noch schadhafte Stellen, grundiere diese und verspachtele sie danach gründlich.

Bei einem saugenden Untergrund trägst du erst Tiefengrund auf, lässt ihn trocknen und verspachtelst dann.
Achte dabei darauf, dass die Spachtelmasse zum Untergrund passt, trage sie auf glätte sie mit der Glättkelle.  Wenn der Spachtel trocken ist, kannst du die gesamte Fläche samt geebneter Stellen grundieren.

Hast du eine Fußbodenheizung, überprüfe vor dem Kauf, ob der Teppich dafür geeignet ist.
Ermittle deinen Teppichbedarf

Plane das Verlegen des Teppichbodens mit der Florrichtung in Hauptblickrichtung des Raumes – das ist meist von der Zimmertür zum Fenster.

Um den Teppichbedarf zu ermitteln, miss dein Zimmer aus und rechne ca. 20 cm Verschnitt drauf. Berücksichtige dabei auch eventuelle Fenster- und Heizkörpernischen und die Sockelleisten.

Ist der Raum breiter als das Teppichmaß, brauchst du mehrere Bahnen, die miteinander verbunden werden. Schlingenteppich eignet sich allerdings nicht, wenn mehrere Bahnen aneinandergefügt werden müssen, da man hier die Kante nicht kaschieren kann.

Teppich verkleben?

In kleinen Räumen reicht es, den Teppich an den Rändern und an den stark beanspruchten Stellen mit doppelseitigem Klebeband zu fixieren, den Rest erledigen die Möbel, die darauf stehen werden.
In größeren Räumen werden darüber hinaus große Kreuze geklebt. Eine vollflächige Verklebung ist meist nicht mehr notwendig.
2. Teppich verlegen und Bodenprofile anbringen

Am Tag vor
dem eigentlichen Verlegen legst du den Teppich erst einmal locker im beheizten Raum aus. Er soll ca. 10 cm an den Wänden überstehen. Streiche ihn glatt, sodass der Teppich möglichst faltenfrei liegt. Drücke den Teppich mit dem Rücken einer Schere o.a. in die Kante und kürze mit dem Teppichmesser die Überstände auf ca. 5 cm.

Lass jetzt den Teppich so für ca. 24 Stunden liegen, damit sich die Falten glätten können. Bei Räumen bis 20 m2 wird der Teppich nur an den Rändern mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Bei größeren Räumen klebst du das Band zusätzlich flächig über Kreuz. Drücke anschließend den Teppich gut an. Dazu eignet sich eine Papprolle – oder du läufst einfach mehrmals über die verklebten Stellen.

Wenn dein Teppich vollflächig verklebt werden soll, trägst du den Teppichkleber erst in einer Hälfte des Raums gleichmäßig mit dem Zahnspachtel auf den Boden auf. Dann verlegst du den Teppich auf dem noch nassen Klebstoff, drückst ihn gut an und streichst ihn von der Mitte zu den Seiten mit einer Papprolle glatt, damit er absolut dicht auf dem Boden aufliegt.

Nun folgt das exakte Zuschneiden des Teppichs. Drücke dafür den Teppich mit dem Teppichmesser oder einer Schere fest in die Kante und schneide ihn so zu, dass er nicht mit Druck an der Wand anliegt, sondern ein bisschen Abstand hat. Diese Lücke wird später von der Sockelleiste geschlossen.

An den Innenecken wird der Teppich anschließend diagonal eingeschnitten – schneide dabei aber nicht ganz bis zum Boden und pass auf, dass du nicht zu viel abschneidest.

Das gleiche Vorgehen gilt für die Außenecken – achte auch hier darauf, nicht ganz bis zum Boden zu schneiden.

Wenn du eine zweite Teppichbahn an die erste legen möchtest, legst du die Bahnen einige Zentimeter übereinander. Wichtig: Muster und Laufrichtung der Teppichbahnen müssen zusammenpassen! Für einen nahtlosen Anschluss schneidest du jetzt beide Bahnen mit dem Teppichmesser (mit der Trapezklinge) durch. Für diesen langen Doppelnahtschnitt brauchst du eine Stahlschiene, an der entlang du das Messer führen kannst.

Entferne die abgeschnittenen Stücke und füge die beiden Bahnen an der Nahtstelle zusammen. Schiebe dazu die beiden Kanten von den Seiten her aneinander, drücke sie zusammen und verreibe sie anschließend, sodass die Nahtstelle nicht mehr zu sehen ist.

Drücke den Teppich an der Türzarge und an der Türschwelle mit z.B. einem Scherenrücken in die Kante und schneide ihn ungefähr einen halben Zentimeter darüber ab. Jetzt kannst du den Überstand unter die Türschwelle schieben.

Bodenprofile werden verklebt oder verschraubt, verhindern Absätze und sorgen für eine saubere Optik. An Übergängen zu einer Treppe oder zu anderen Räumen fixierst du den Teppichboden mit einem Übergangsprofil.

3. Sockelleisten anbringen

Sockelleisten mit Stoßverbindern kannst du einfach rechtwinklig mit der Fuchsschwanzsäge zuschneiden, da die Eckstücke die Verbindung ergeben. Gerade Sockelleisten müssen auf Gehrung im 45-Grad-Winkel zugesägt werden, damit sich zwei Sockelleisten im 90-Grad-Winkel aneinanderfügen lassen.
Gehe beim Kauf der Sockelleisten am besten nach dem Motto vor: Lieber zu viel kaufen als zu wenig. Vorhandene Reste kannst du später nutzen, um beispielsweise eine beschädigte Leiste auszuwechseln.

Optisch vorteilhaft ist es, wenn so wenige Nahtstellen wie möglich entstehen, an denen die Leisten aufeinanderstoßen, du also möglichst viele Sockelleisten im Ganzen anbringen kannst.

Befestige schließlich die Sockelleisten mit einem Abstand von rund 50 cm mit Nägeln oder Dübeln an der Wand. Leisten aus Kunststoff, Massivholz oder MDF kannst du auch mit Montagekleber an die Wand kleben.

Alternativ gibt es Sockelleisten mit Montageclips. Schraube die Montageclips mit ca. 50 cm Abstand an die Wand und stecke die Sockelleisten anschließend einfach darauf.

4. Tipps zur Teppichpflege

Das Reinigungsmittel Nummer eins für Teppich ist noch immer der gute alte Staubsauger. Regelmäßiges Saugen ist wichtig, um losen Schmutz zu entfernen, der den Fasern schaden kann. Sauge dabei mit der glatten Staubsaugerdüse in alle Richtungen.

Bei einem Hochflorteppich empfiehlt sich alle drei bis fünf Jahre eine fasertiefe Intensivreinigung, die du mit einem entsprechenden Gerät selbst vornehmen oder einem Profi überlassen kannst.

Teppich mag es trocken! Feuchtigkeit schadet einem Teppich, er kann dann schimmeln, unangenehm riechen oder unschöne Wellen werfen.

Entferne Flecken auf einem Kunstfaserteppich möglichst sofort mit Fleckenentferner, auf einem Naturteppich mit Teppichshampoo. Viele Flecken lassen sich auch einfach mit Mineralwasser entfernen, da die Luftbläschen manche Schmutzpartikel lösen können. Befeuchte dazu den Fleck mit Mineralwasser und reibe ihn kreisförmig mit einem trockenen Tuch ab.

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