Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien

Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Materialien vor und zeigen dir, welches Zubehör und Werkzeug du brauchst, damit dein Projekt gelingt!

Dieses Material benötigst du für dein Projekt:

  • Laminat
  • Untergrundbeläge
  • End-, Eck- und Verbindungsstücke und Befestigungsclips
  • Bodenprofile
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Laminat verlegen Schritt für Schritt
Benötigtes Werkzeug und Material:
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Laminat(+ ca. 10 % Verschnitt)
  • evtl. Fließspachtel zum Ausgleichen von Bodenunebenheiten
  • evtl. Trittschalldämmung + Dampfsperrfolie, dann auch Dichtband
  • Sockelleisten & Bodenprofile
  • evtl. Außen- und Innenecken
  • evtl. Spanngurte zum Schließen von Fugen
  • Zugeisen zum Festklopfen der letzten Paneelreihe an der Wand
  • Eisenhammer & Schlagklotz
  • Tauchsäge oder Stich- & Gehrungssäge
  • evtl. Leim
Folgende Arbeitsschritte erwarten dich:
  • Vorbereitungen
  • Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegen
  • Laminat verlegen
  • Sockelleisten anbringen
  • Übergangsprofile anbringen
  • Tipps zur Laminatpflege
  • Kratzer im Laminat ausbessern
1. Vorbereitung
Ermitteln der benötigten Laminatmenge

Miss zunächst deinen Raum aus. Generell gilt zur Berechnung des Materialbedarfs:
Raumlänge × Raumbreite × 1,10 Verschnittfaktor.
Es werden also 10 % Verschnitt eingeplant, bei geraden Räumen ohne Nischen und Heizungsrohre reichen auch 5 %.

Dehnungsfuge einplanen:
Am Rand muss eine Dehnungsfuge zwischen den Laminatpaneelen und den Wänden eingeplant werden, da sich die Paneele bei Temperaturschwankungen ausdehnen. Die Dehnungsfuge sollte in etwa die Materialstärke breit sein.

Passendes Laminat finden:
Mach dir am besten schon vor dem Kauf Gedanken zu Farbe, Materialstärke und Preis. Schließlich soll dein Laminat einige Jahre liegen bleiben!
Laminat ruhen lassen
Nach dem Kauf braucht der neue Laminatboden rund 48 Stunden zum Akklimatisieren im Verlegeraum.
Dies am besten bei nicht weniger als 18 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 50–70 %.

Arbeitszeit planen
Hierfür sind Türzargen, Heizungsrohre und schiefe Wände ausschlaggebend, denn diese Ecken sind arbeitsintensiv. Pi mal Daumen kalkuliert man für einen geraden Raum von 20 m² mit einer Tür und einem Heizkörper für das Verlegen von Klicklaminat zu zweit rund 6 Stunden.

Untergrund vorbereiten
Entferne zunächst sämtliche Rückstände von dem alten Untergrund und prüfe anschließend, dass er absolut eben ist. Andernfalls kann Laminat nämlich aufspringen oder an einer Nut-Feder-Verbindung brechen. Unebenheiten über 3 mm Höhe auf einen Längenmeter sowie Löcher oder Risse lassen sich mit Fließspachtel und selbstverlaufender Ausgleichmasse ebnen. Diese muss allerdings komplett austrocknen, bevor du mit dem Verlegen von Laminatboden beginnst.
Als Laminat-Untergrund geeignet sind übrigens nicht alle Beläge

Geeignet:
- vollverklebtes PVC - trockene Keramik/Fliesen - Linoleum - OSB (Grobspanplatten) - Estrich (Achtung: Frischer Zementestrich darf als Laminatuntergrund maximal eine Restfeuchte von 2,0 CM%, Anhydritestrich und Anhydrit-Fließestrich von 0,3 CM%, Magnesia-Estrich von 3,0 CM% aufweisen. Für die Prüfung gibt es ein sogenanntes CM-Messgerät.) - Holzdielen (Achtung: Bitte prüfe vorab, ob sich die alten Dielen bei Belastung bewegen, dann sind diese nicht geeignet. Auf jeden Fall sollte immer quer zur Laufrichtung der alten Holzdielen verlegt werden.)

Nicht geeignet: - alte Teppichböden und Nadelfilzböden (unhygienisch, evtl. zu weich, fehlende Dampfbremse) - Steinholz-Estrich (zu hohe Restfeuchte).
2. Dampfsperre & Trittschalldämmung verlegen
  • Verlegen der Dampfsperre:
Verlege zum Schutz vor Feuchtigkeit auf Warmwasser-Fußbodenheizungen und Estrichböden eine Dampfsperre unter dem Laminatboden. Dafür rollst du die Dampfsperrfolie mit der beschichteten Seite nach oben in der späteren Längsrichtung des Laminats aus und schneidest sie mit einem Cutter zu. Lass die einzelnen Folienbahnen 10–20 cm überlappen, an den Wänden sollten sie jeweils 5–10 cm überstehen. Verklebe anschließend die Nahtstellen dampfdicht mit Alu-Dichtband.

  • Verlegen der Trittschalldämmung:
Da bei Untergründen wie Zementestrich, Holzdielen, Spanplatten, PVC-Boden und Keramikfliesen mit jedem Schritt ein Schall entsteht, der auch die darunter- und danebenliegenden Räume erreicht, brauchst du eine Trittschalldämmung aus Kork, Filz oder PE-Schaumfolie. Diesen Arbeitsschritt sparst du dir übrigens bei Laminat mit integrierter Trittschalldämmung. Die Trittschalldämmung verlegst du rechtwinklig zur Dampfsperrfolie in einzelnen Bahnen Stoß an Stoß. Fixiere die Bahnen mit Klebeband, damit sie nicht verrutschen.
3. Wie wird Laminat verlegt?
  • Schritt 1:
    Verlege das Laminat möglichst längs zur Hauptlichtquelle. So fallen die Fugen weniger auf, und das Laminat sieht aus wie eine geschlossene Bodenfläche. Beginne in einer hinteren Raumecke mit dem Verlegen der ersten Reihe. Die Federseite soll hierbei zur Wand zeigen und muss bei einem Laminat mit Klicksystem vorher abgesägt werden. Denke an die Dehnfugen und montiere je Diele zwei Abstandshalter zur Wand. Dafür kannst du einfach übergebliebene Stücke des Laminats nehmen.
  • Schritt 2:
    Füge nun durch Klopfen mit Schlagklotz und Hammer die Laminatpaneele der ersten Reihe vorsichtig zusammen. Säge das letzte Element der ersten Reihe auf die erforderliche Länge ab. Dieses verkeilst du mit dem Zugeisen, da du dicht an der Wand ja mit dem Hammer nicht ausholen kannst.
  • Schritt 3:
    Bei ungeraden Wänden wird der Wandverlauf auf die erste Paneelreihe übertragen: Durchbohre dazu ein Holzstück und stecke einen Bleistift durch das Loch. Lege die Paneele zusammengesteckt an der Wand aus, fahre dann mit dem Holz an der Wand entlang, sodass der Stift die entsprechende Linie auf den Dielen einzeichnet. Teile dann die einzelnen Paneele wieder, säge mit einer Tauch- oder Stichsäge nach und füge die Paneelreihe wieder zusammen.
  • Schritt 4:
    Fange das Verlegen der zweiten Laminatreihe mit dem Restpaneel der ersten Reihe an. Dieses sollte mindestens 20 cm lang sein, sonst sind die Fugen nicht stabil genug. Lege zur Wand den Abstandhalter an und führe die Paneele durch leichtes Klopfen mit Hammer und Schlagklotz zusammen.
  • Schritt 5:
    Verfahre so auch mit den weiteren Paneelen. Bedenke dabei, immer erst die Querseite, dann die Längsseite zu schließen. Setze das letzte Element jeweils mit einem Zugeisen ein und verkeile es dann.
  • Schritt 6:
    Verlege das Laminat nun Reihe für Reihe. Sind nach dem Verlegen der dritten Reihe noch offene Fugen vorhanden, spanne die bisher gelegte Laminatfläche mit Spanngurten nach, um die Fugen zu schließen, und ziehe mit dem Zugeisen an den Reihenenden in Richtung der Querfuge nach.
  • Schritt 7:
    Verlegen der letzten Laminatreihe: Um die letzte Reihe der Dielen auf Breite zu sägen, legst du das einzubauende Paneel auf die vorletzte Reihe. Mit einem Paneelrest (Paneelbreite + Dehnfuge) kannst du nun die Breite und Wandkontur auf das Paneel übertragen und mit einer Stichsäge zuschneiden.
4. Sockelleisten anbringen
Nun kommen die Sockelleisten an die Reihe. Kaufe davon lieber zu viel als zu wenig, damit du nicht mitten in der Arbeit nachkaufen musst. Plane die Sockelleisten so, dass, du möglichst viele Leisten im Ganzen anbringen kannst. Das sieht besser aus und erspart dir Sägearbeit. Vorhandene Reste kannst du später nutzen, um eventuelle Beschädigungen auszubessern.
Benutzt du für deine Sockelleisten Eckstücke, kannst du sie rechtwinklig mit der Fuchsschwanzsäge zuschneiden, das Zusammenfügen in der Ecke übernimmt das Eckelement. Ohne Eckstücke sägst du deine Sockelleisten auf Gehrung im 45-Grad-Winkel zu, sodass du in der Raumecke zwei Fußleisten im 90-Grad-Winkel aneinanderfügen kannst. Befestige die Sockelleisten mit Nägeln oder Dübeln an der Wand. Der Abstand zwischen diesen sollte ca. 50 cm betragen.
Alternativ kannst du Sockelleisten kleben: Leisten aus Kunststoff, Massivholz oder MDF können auch mit Montagekleber befestigt werden.
Eine weitere Alternative sind Sockelleisten mit Montageclips. Die Clips werden ebenfalls mit einem Abstand von 50 cm an die Wand geschraubt.
Danach werden die Sockelleisten einfach darauf gesteckt.
5. Bodenprofile anbringen
Nun ist es fast geschafft! Fehlen nur noch die Bodenprofile, die recht schnell anzubringen sind. Mit diesen werden die Dehnungsfugen am Übergang zur Haustür oder zwischen den Fußböden in zwei Zimmern abgedeckt. Die Leisten werden verklebt oder im Boden verschraubt. Je nach Begebenheit des Fußbodens kommen verschiedene Bodenprofile zum Einsatz:

  • Übergangsprofile überbrücken die Dehnungsfuge zwischen gleich hohen Bodenbelägen und schützen die Abschlusskanten vor Abnutzung.

  • Anpassungsprofile überbrücken Höhenunterschiede zwischen verschieden hohen Bodenbelägen. Ihr schräger Übergang verhindert Stolperfallen.

  • Abschlussprofile schaffen saubere Kanten vor Erhöhungen, beispielsweise vor Außentüren und Treppenabsätzen. Hier überdecken sie die Dehnungsfuge und schaffen einen sauberen Abschluss.
6. Laminat pflegen und reinigen
Laminat ist pflegeleicht und strapazierfähig zugleich. Zur Reinigung des Laminats solltest du allerdings spezielles Pflegemittel benutzen und nicht zu nass, sondern nur nebelfeucht wischen. Wassertropfen und andere Flüssigkeiten immer schnellstmöglich entfernen.

Um Kratzer und Schleifspuren im Laminat zu verhindern, solltest du unter Stühlen und anderen Möbeln, die viel bewegt werden, Filzgleiter anbringen.
7. Kratzer im Laminat ausbessern
Laminat ausbessern – oberflächliche Kratzer mit intakter Laminierung:
Ist die Laminierung, die oberste Schicht des Laminats, noch intakt, reibst du mit einem in Oliven- oder Babyöl getränkten Tuch mehrmals über den Kratzer im Laminat, bis er verschwindet. Nimm anschließend das überschüssige Öl mit einem sauberen Tuch auf, damit das Laminat nicht rutschig wird.

Laminat ausbessern – größere Schäden mit defekter Laminierung:
Ist die Laminierung durchbrochen, gibt es Laminat-Reparatursets mit Wachs oder Pasten, die in Kratzer bzw. Löcher gefüllt werden. Anschließend wird das überschüssige Material mit einem Hobel beseitigt und ggfs. nach dem Austrocknen mit Schleifpapier geebnet.
Starte dein Projekt!
Laminat verlegen leicht gemacht!
Dein Projekt Laminat verlegen
1. Hauptmaterial auswählen
In diesem Schritt wählst du deinen passenden Laminatboden aus.
2. Zusatzmaterial auswählen
Wähle passendes Material wie Untergrundbeläge, Sockelleisten, Verbindungsstücke und Bodenprofile.
3. Zubehör
Klebstoff, Profile, Versiegelung: Hier findest du alles rund um dein Bodenprojekt.
4. Werkzeug
Du hast keinen Laminatschneider? Von der Säge bis zum Zollstock, wir helfen dir bei der Auswahl deines Werkzeugs.
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