Dein Projekt Korkboden verlegen
1. Hauptmaterial auswählen
In diesem Schritt wählst du deinen passenden Korkboden aus.
2. Zusatzmaterial auswählen
An dieser Stelle fügst du Untergrundbeläge, Sockelleisten, Verbindungsstücke sowie Bodenprofile hinzu.
3. Zubehör
Nun wählst du das passende Zubehör aus.
4. Werkzeug
Von der Säge bis zum Zollstock, wir helfen dir bei der Auswahl deines Werkzeugs.
Im Projekt führen wir dich zu den benötigten Materialien

Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Materialien vor und zeigen dir, welches Zubehör und Werkzeug du brauchst, damit dein Projekt gelingt!

Dieses Material benötigst du für dein Projekt:

  • Korkboden
  • Untergrundbeläge
  • Sockelleisten
  • Evtl. End-, Eck- und Verbindungsstücke und Befestigungsclips
  • Evtl. Bodenprofile
Korkboden verlegen Schritt für Schritt
Benötigtes Werkzeug und Material:

  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Korkboden + 10% Verschnitt
  • Stahllineal
  • evtl. Fließspachtel zum Ausgleichen von Bodenunebenheiten
  • evtl. Trittschalldämmung + Dampfsperrfolie, dann auch Dichtband
  • Zugeisen zum Festklopfen der letzten Paneelreihe an der Wand
  • Eisenhammer und Schlagklotz
  • Tauchsäge oder Stich- & Gehrungssäge
  • evtl. Leim
  • Sockelleisten
  • evtl. End-, Eck- und Verbindungsstücke und Befestigungsclips
Folgende Arbeitsschritte erwarten dich

  • Vorbereitungen
  • Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegen
  • Korkboden verlegen
  • Sockelleisten anbringen
  • Übergangsprofile anbringen;
  • Korkboden reinigen und pflegen
1. Vorbereitungen
Wie lange dauert Kork verlegen?

Für die Arbeitszeit sind schiefe Wände, Türzargen und Heizungsrohre ausschlaggebend, da sie die Arbeit deutlich verlängern.
Generell kannst du für einen 20 m² großen Raum mit geraden Wänden, 1 Tür und 1 Heizkörper für das Verlegen von Klickkork zu zweit rund 6 Stunden einplanen.

Wie viel Korkboden brauche ich?

Miss als Erstes deinen Raum aus. Für die Berechnung der benötigten Menge plane in etwa 10 % Verschnitt ein.
Als Faustregel zur Berechnung des Fußbodenbedarfs gilt: Raumbreite × Raumlänge × 1,10 Verschnitt-Faktor.

Denke dabei auch an die Dehnungsfuge zu den Wänden, da sich der Korkboden bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann. Die Dehnungsfuge sollte ungefähr der Materialstärke entsprechen, möglichst zwischen 10 und 15 mm.
Für deine Zeitplanung solltest du berücksichtigen, dass der Boden nach dem Kauf rund 48 Stunden braucht, um sich in seinem neuen Zuhause zu akklimatisieren. Am besten lagert er im Verlegeraum in den geschlossenen Verpackungen.

Während sich dein Korkboden an seine neue Umgebung gewöhnt, kannst du den alten Untergrund von allen Rückständen befreien und dafür sorgen, dass er sauber und trocken ist.

Stelle anschließend sicher, dass der Untergrund wirklich eben ist. Andernfalls kann der verlegte Korkboden nämlich aufspringen oder an einer Steckverbindung der einzelnen Bretter (der Nut-Feder-Verbindung) brechen.
Weist der Untergrund Unebenheiten über 3 mm Höhe auf einen Längenmeter oder Löcher und Risse auf, solltest du diese mit Fließspachtel und selbstverlaufender Ausgleichmasse ausgleichen.
Achte anschließend aber darauf, dass diese komplett ausgetrocknet sind, wenn der Boden verlegt wird.
Bitte beachte, dass es Beläge gibt, die als Korkuntergrund liegenbleiben können, andere jedoch nicht.
Als Untergrund geeignet sind:
  • vollverklebtes PVC
  • trockene Keramik/Fliesen
  • Linoleum
  • OSB (Grobspanplatten)
  • Estrich (Achtung: Bei Estrich muss mit einem CM-Messgerät die Restfeuchte geprüft werden.
  • Frischer Zementestrich: max. 2,0 CM-% Restfeuchte, Anhydritestrich/ Anhydrit-Fließestrich: 0,3 CM-%, Magnesiaestrich: 3,0 CM-%)
  • Holzdielen (Achtung: Bitte prüfe vorab, ob sich die alten Dielen bei Belastung bewegen, dann sind sie nämlich nicht geeignet. Auf jeden Fall sollte immer quer zur Laufrichtung alter Holzdielen verlegt werden.

Als Untergrund nicht geeignet sind:
  • alte Teppichböden und Nadelfilzböden (unhygienisch, evtl. zu weich, fehlende Dampfbremse)
  • Steinholzestrich (zu hohe Restfeuchte)
2. Dampfsperre & Trittschalldämmung verlegen
Zum Schutz vor Feuchtigkeit solltest du auf Estrichböden und Warmwasser-Fußbodenheizungen Dampfsperrfolie verlegen. Diese wird mit der beschichteten Seite nach oben und in der späteren Längsrichtung des Korks ausgelegt und mit einem Cutter zugeschnitten. Die einzelnen Folienbahnen sollten 10 cm überlappen und auch an den Wänden 10 cm überstehen. Die Überlappungen werden mit Dichtband dampfdicht verklebt.

Fehlt als Vorbereitung für den Korkboden nur noch die Trittschalldämmung aus Kork, Filz oder PE-Schaumfolie. Diese ist wichtig bei Untergründen wie Zementestrich, Holzdielen, Spanplatten, PVC-Boden und Keramikfliesen, da mit jedem Schritt auf dem Fußboden ein Schall entsteht, der auch die darunter- und danebenliegenden Räume erreicht. Überprüfe aber zuvor, ob in deinem Korkboden vielleicht schon eine Trittschalldämmung integriert ist, dann sparst du dir den nächsten Schritt.

Die Trittschalldämmung verlegst du rechtwinklig auf der Dampfsperrfolie in einzelnen Bahnen Stoß an Stoß. Klebe die Bahnen fest, damit sie nicht verrutschen, und befestige die Ränder mit Stoßklebeband.
3. Wie wird Korkboden verlegt?
Schritt 1: 
Für die erste Reihe musst du die Federn der Dielen absägen, da diese Seite an der Wand liegt. Sind die Wände nicht gerade, kannst du in diesem Arbeitsschritt auch gleich den Wandverlauf auf die Dielen übertragen. Dafür durchbohrst du ein Holzbrettchen, führst einen Stift durch das Loch und fährst mit dem Holz an der Wand entlang, sodass auf der darunterliegenden Diele ein Abbild des Wandprofils entsteht. Säge anschließend die Dielen entlang der angezeichneten Linie zu.

Schritt 2: 
Fang dann von der Tür aus gesehen in der linken Raumecke mit dem Verlegen der ersten Reihe des Korkbodens an. Denke daran, je Diele zwei Abstandhalter zur Wand zu montieren, um die notwendige Dehnfuge einzuhalten. Dafür kannst du einfach übergebliebene Stücke des Korkbodens nehmen.

Schritt 3: 
Nun fügst du die Paneele der ersten Reihe durch leichtes Klopfen mit Schlagklotz und Hammer zusammen. Das letzte Paneel der ersten Reihe wird dann auf die erforderliche Länge abgesägt, mit einem Zugeisen in Position gebracht und verkeilt. Das Zugeisen ist nötig, weil ja zum Festklopfen der letzten Reihe an der Wand kein Platz mehr zum Ausholen mit dem Hammer ist.
Schritt 4: 
Beginne das Verlegen der zweiten Reihe mit dem Restpaneel der ersten Reihe (sofern hier die Feder nicht abgesägt wurde).
Dieses sollte mindestens 30 cm lang sein, sonst sind die Querfugen nicht fest genug. Lege die Abstandhalter an, führe die Paneele so dicht wie möglich an die erste Reihe und durch leichtes Klopfen zusammen.

Schritt 5: 
Nun kannst du das zweite Paneel der zweiten Reihe ansetzen und durch leichtes Klopfen mit Hammer und Schlagklotz zusammenfügen. Schließe dabei immer erst die Querseite, dann die Längsseite.

Schritt 6: 
Fahre so Reihe für Reihe fort. Setze die letzte Diele immer mit einem Zugeisen ein und verkeile sie anschließend.
Wenn nach dem Verlegen der dritten Reihe noch offene Fugen sichtbar sein sollten, kannst du das bisher verlegte Areal mit Spanngurten nachspannen und an den Reihenenden in Richtung der Querfuge mit dem Zugeisen nachziehen, um die Fugen zu schließen.

Schritt 7: 
Um die letzte Paneelreihe auf Breite zu sägen, legst du das einzubauende Paneel exakt auf die vorletzte Reihe.
Mit einem Paneelrest (Paneelbreite + Dehnfuge) kannst du nun die Breite und Wandkontur auf das Paneel übertragen und mit einer Stichsäge zuschneiden. Entferne anschließend alle Keile und Abstandhalter.
4. Sockelleisten anbringen
Sockelleisten gibt es in vielen Formen und Farben, mit Muster oder schlicht, biegsam oder massiv, farbig oder weiß, als Klicksystem oder auch mit einem praktischen Kabelkanal.

Und so gehst du am besten vor:

Erst einmal zum Kauf der Sockelleisten: Kaufe im Zweifelsfall lieber etwas mehr. Sollten Reste bleiben, kannst du damit später einmal beschädigte Leisten auswechseln.

Plane die Längen der Sockelleisten so ein, dass du möglichst wenig stückeln musst, also möglichst wenige Nahtstellen entstehen, an denen die Leisten aufeinanderstoßen. Das ist weniger Arbeit, und ganze Leisten sehen einfach schöner aus.

Sockelleisten mit Stoßverbindern werden einfach rechtwinklig mit der Fuchsschwanzsäge zugesägt. Gerade Sockelleisten werden auf Gehrung im 45-Grad-Winkel zugesägt, sodass zwei Fußleisten in den Ecken im 90-Grad-Winkel zusammenpassen.

Die meisten Sockelleisten werden mit Nägeln oder Dübeln an der Wand befestigt. Der Abstand zwischen diesen sollte ca. 50 cm betragen. Kunststoff-, MDF- oder Massivholzleisten kannst du auch mit Montagekleber befestigen. Wenn du die Sockelleisten später wieder abnehmen möchtest (um zum Beispiel den Boden oder einzelne Dielen auszutauschen), befestigst du sie am besten mit Montageclips, auf die die Sockelleisten einfach draufgesteckt werden.
5. Bodenprofile anbringen

Am Abschluss zur Haustür oder zwischen den Fußböden in den verschiedenen Zimmern werden die Dehnungsfugen mit Bodenprofilen abgedeckt. Diese werden verklebt oder im Boden verschraubt. Die Bodenprofile verhindern Absätze und sorgen für einen schönen Übergang.

Je nach Einsatzort gibt es verschiedene Bodenprofile:

Abschlussprofile: schaffen saubere Kanten vor Erhöhungen, z.B. vor Außentüren oder Treppenabsätzen.

Übergangsprofile: schaffen einen Übergang zwischen Bodenbelägen, die gleich hoch sind, indem sie hier den Abstand/die Dehnungsfuge abdecken.

Anpassungsprofile: passen mit einem schrägen Übergang Höhenunterschiede zwischen verschiedenen Bodenbelägen an.

6. Korkboden pflegen und reinigen

Generell sind Korkböden pflegeleicht. Sie lassen sich gut kehren oder saugen, da sich durch ihre natürliche antistatische Wirkung kaum Schmutz auf ihnen festsetzt. Wenn du folgende Tipps zur Reinigung und Pflege deines Korkbodens berücksichtigst, wirst du lange Freude an ihm haben:

Reinigung von Korkboden
Ab und zu will man seinen Boden natürlich auch mal wischen. Dabei solltest du sparsam mit Wasser umgehen und ein spezielles Pflegemittel benutzen. Kern- und Schmierseife sind hier absolut tabu, da sie den Korkboden vergrauen lassen und beschädigen können. Auch ein Tuch oder Wischmop aus Mikrofaser sind für versiegelten Korkböden nicht geeignet, da sie nach und nach die Versiegelung abtragen können.

Pflege von Korkboden
Dort, wo er besonders stark beansprucht wird, kannst du immer mal wieder den Korkboden wachsen oder mit Öl behandeln. So werden die Unterschiede zwischen den abgenutzten und den weniger abgenutzten Arealen abgeschwächt. Am besten verwendest du dafür die Produkte, mit denen der Boden auch ursprünglich behandelt wurde.

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