Kaufberater Rauchmelder

Rauchmelder gehören in Wohngebäuden zur gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitstechnik und schützen dich und dein Heim vor größeren Brandschäden. In diesem Ratgeber kannst du dich über die verschiedenen Warngeräte und ihre technischen Details informieren, denn je nach Einsatzort können unterschiedliche Varianten sinnvoll sein.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ohne Rauch kein Feuer
  2. Welche Rauchmelder-Typen gibt es?
  3. Technische Parameter
  4. Für jede Räumlichkeit den richtigen Rauchmelder
  5. So gelingt die Installation im Handumdrehen

 

Ohne Rauch kein Feuer

Rauchmelder sind automatische Brandmelder, die zuverlässig vor Feuer alarmieren. Genau wie bei den Gasmeldern handelt es sich um praktische Warngeräte. Bereits kleine Mengen an Feinstpartikeln von Rauch in der Luft werden von ihnen wahrgenommen und mithilfe des Alarms kenntlich gemacht. Dank des Warnsignals ist es dir dann möglich, im Falle eines Brandes schnell das Gebäude zu verlassen und die Feuerwehr zu benachrichtigen.

 

Welche Rauchmelder-Typen gibt es?

Die verschiedenen Rauchmelder-Varianten nehmen die Rauchpartikel in der Luft durch unterschiedliche physikalische Verfahren wahr. Welche für dich infrage kommen, kannst du hier nachlesen.

Streulichtverfahren

Photoelektrische und optische Rauchmelder nutzen ein Streulichtverfahren, bei dem der Lichtstrahl mithilfe einer Infrarot-LED ausgestrahlt wird. Wenn sich Rauchpartikel in der Luft befinden, wird dieser Strahl in einer optischen Kammer reflektiert. Diese Reflexion wird registriert, woraufhin der Alarm ausgelöst wird.

Ionische Rauchmelder

Radioaktive Ioanisationsrauchmelder registrieren kaum reflektierende und dadurch nahezu unsichtbare Rauchpartikel in der Luft. Sie sind gut für flammende Brände geeignet. Hier helfen Alphastrahlen dabei, einen Ionen-Stromfluss innerhalb eines Zwischenraums zu erzeugen, innerhalb dessen die Feinstpartikel erkannt werden. Aufgrund der elektrostatischen Anziehung bleiben Ionen an ihnen haften, sodass die Luft weniger leitfähig ist und das Gerät Alarm schlägt. Die Strahlung verbleibt im Inneren des Melders, weshalb sie unbedenklich ist.

Hinweis: Nach einem Brand sollten radioaktive Rauchmelder aus den Brandresten entfernt werden, da gegebenenfalls Strahlung austreten könnte.

 

Technische Parameter

Nicht nur in der Funktionsweise gibt es Unterschiede, sondern auch hinsichtlich der technischen Ausstattung. Neben Batterie- oder Strombedarf und der Alarmierungsart spielt auch die Vernetzungsmöglichkeit eine wichtige Rolle.

Voraussetzungen für die Inbetriebnahme

Damit sie nicht plötzlich ausfallen, werden Rauchmelder meistens über Batterien betrieben. Du kannst zwischen Geräten mit festintegrierten oder auswechselbaren Lithium-Batterien wählen. Die fest verbauten Batterien halten um die zwölf Jahre und können anschließend komplett entsorgt werden. Bei der Alternative müssen die Batterien alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht werden. Eine weitere Variante sind Rauchmelder, die du an das Stromnetz anschließen kannst. Diese sind für den Fall eines Stromausfalls mit einer Notbatterie ausgestattet und eignen sich vor allem zur Installation in Neubauten.

Verbindung mehrerer Rauchmelder

Wenn du sämtliche Rauchmelder bei dir zu Hause miteinander vernetzt, lösen alle gleichzeitig den Alarm aus, sobald in einem Zimmer Rauch registriert wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn du eine größere Wohnung, ein Haus oder ein Gebäude mit mehreren Wohnungen besitzt. Mit einigen Ausführungen kannst du zudem eine Gefahrenmeldeanlage (GMA) informieren, die dann wiederum – je nach Absprache – die Feuerwehr benachrichtigen oder Türen, die dem Brandschutz dienen, schließen kann.

Alarmvarianten

Da der Alarm dafür sorgt, dass Leben gerettet werden, ist er als äußerst lauter und schriller Piepton konzipiert. Mit seinen 85 dB ist er intensiv genug, um auch in angrenzenden Räumen gehört zu werden. Eine Vielzahl an Modellen kann überdies beispielsweise über RGB-Lichtanzeigen alarmieren. Dies ist besonders dann wichtig, wenn du gerne Kopfhörer aufhast. Auch Nachrichten auf das Smartphone sind möglich, so wirst du im Brandfall auch benachrichtigt, wenn du nicht zu Hause bist.

Qualität mit Gütesiegel

Bei besonders hohen Sicherheitsfunktionen werden spezielle Gütesiegel vergeben. Dazu gehören neben dem Q-Label, welches Geräte mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren und entsprechender Batterielaufzeit auszeichnet, auch das VdS-Siegel, das Vertrauen durch Sicherheit gewährleistet.

 

Für jede Räumlichkeit den richtigen Rauchmelder

Abhängig von der Stromversorgung und Alarmierungsart eignen sich die Warngeräte zum Einsatz in unterschiedlichen Räumen. Ob kleine Wohnung oder großes Gebäude, hier erfährst du, welche Ausführung zu dir passt.

  • In einer kleinen Wohnung und in Singlehaushalten kannst du Rauchmelder mit austauschbarer Batterie verwenden, da weniger Räume auszustatten sind. Der Austausch ist in der Regel alle ein bis zwei Jahre erforderlich.
  • In größeren Wohneinheiten wie Einfamilienhäusern und Mehrpersonenhaushalten empfiehlt sich die Installation eines optischen Rauchmelders, der eine Langzeitbatterie mit einer Haltbarkeit von zehn bis zwölf Jahren besitzt.
  • Bei ganzen Gebäuden stattest du die Räumlichkeiten mit miteinander verbundenen Rauchmeldern aus. So wird eine schnelle Evakuierung aller Parteien möglich, da der betroffene Rauchmelder den Alarm an alle anderen weitersendet.

Hinweis: Um für den Ernstfall eines Brandes vorbereitet zu sein, solltest du neben einem Rauchmelder auch einen Feuerlöscher vor Ort haben, sodass kleinere Flammherde direkt beseitigt werden können.

So gelingt die Installation im Handumdrehen

Orientiere dich bei der Befestigung und Wartung deines Rauchmelders an der Anwendungsnorm DIN 14676 und Gerätenorm DIN EN 14604. Diese Normen sind für die selbstständige Installation geeignet. Die Montage an der Decke kannst du auf unterschiedliche Arten vornehmen:

  1. In der Regel werden die benötigten Schrauben zur Deckenbefestigung mitgeliefert. Mithilfe passender Dübel kannst du deinen Rauchmelder also einfach festschrauben.
  2. Eine einfache Methode, die ohne Bohren auskommt, ist die Befestigung mittels Klebestreifen. So kannst du die Geräte auch schnell und unkompliziert austauschen.
  3. Wenn du Magnetplatten an der Decke montierst, hast du eine fest verschraubte Basis, an der du deine Rauchmelder flexibel anbringen und wieder entfernen kannst.
  4. Mit einem Druck auf die Prüftaste nimmst du den Rauchmelder in Betrieb. Im Anschluss hörst du einen kurzen Ton. Mit einer jährlichen Wartung gehst du sicher, dass der Rauchmelder einwandfrei funktioniert.

 

 

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