Kaufberater Bewegungsmelder

Ob vor dem Haus, im Garten oder Keller: Mit einem Bewegungsmelder brauchst du keinen Schalter zu drücken, um beispielsweise Licht zu machen. Gleichzeitig sparst du Strom, da die Lampen ohne registrierte Bewegung schnell wieder ausgehen. Einige Geräte sind mit einer Alarmfunktion ausgestattet, sodass Einbrecher zusätzlich durch ein Geräusch vertrieben werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zwei Funktionsweisen: Infrarotmelder und Hochfrequenz
  2. Wichtige Kaufkriterien für Bewegungsmelder
  3. Praktische Funktionen und Smart-Home-Kompatibilität
  4. So installierst du deinen Sensor richtig

 

Zwei Funktionsweisen: Infrarotmelder und Hochfrequenz

Bewegungsmelder gehören zur Sicherheitstechnik und nehmen Bewegungen in ihrem Umfeld wahr, bevor sie darauf reagieren. Dafür verwenden sie unterschiedliche Techniken, die folgendermaßen unterteilt werden:

Infrarotsensoren

In der Regel sind Bewegungsmelder mit einer Infrarottechnik ausgestattet, durch die sie die Wärmestrahlung von Lebewesen registrieren und anschließend die Lampe einschalten. Auch Fahrzeuge können so wahrgenommen werden. Solche Melder werden auch PIR-Sensoren genannt. Diese Bezeichnung steht für »passive infrared« (passives Infrarot), da keine Strahlung von ihnen ausgeht.

Hinweis: Bei dieser Funktionsweise sollten sich keine Hindernisse in der Umgebung befinden, da die Wärme von Menschen, Tieren oder Fahrzeugen sonst nicht wahrgenommen wird.

Bewegungsmelder mit Ultraschall und Hochfrequenz

Eine andere Variante sind Bewegungssensoren, die mit Ultraschallwellen oder elektromagnetischer Hochfrequenz arbeiten. Die Sensoren registrieren diese in der Umgebung und geben es an das Gerät weiter. Dieses wird aktiviert, sobald eine Abweichung wahrnehmbar ist. Daraufhin schaltet sich das Licht ein. Selbst durch Hindernisse wie dünne Holzwände oder Fensterscheiben wird die Funktionsweise nicht beeinträchtigt.

Unser Tipp: Möchtest du dein Zuhause, Büro oder Geschäft vor einem kostspieligen Wasserschaden bewahren, kannst du dir auch einen Wassermelder besorgen. Dieser hat Sensoren, die bei Wasserkontakt reagieren, sodass das Gerät sowohl akustisch als auch optisch Alarm schlägt.

 

Wichtige Kaufkriterien für Bewegungsmelder

Du kannst einen Bewegungsmelder ganz nach deinen Vorstellungen auswählen. Hierbei sind insbesondere die Reichweite, der Erfassungswinkel und die verschiedenen zusätzlichen Einstellungsfunktionen entscheidend.

Winkel und Weite

Die Sensoren des Bewegungsmelders können eine Reichweite zwischen 8 und 15 m abdecken, während einige spezielle Geräte auch 20 m erreichen. Für den Außenbereich ist eine größere Flächenabdeckung wichtiger als in Innenräumen wie Wohnzimmer oder Keller. Der Erfassungswinkel beträgt meistens zwischen 90 und 360 Grad, wobei die 360-Grad-Variante nur bei einer Anbringung an der Decke funktioniert. Möchtest du deinen Sensor an der Wand montieren, genügt ein Winkel von 180 Grad. Zur Präzisierung lassen sich die meisten Geräte noch nachjustieren.

Außen- oder Innenbereich?

In den Herstellerangaben kannst du dich über den geeigneten Installationsort informieren. Einen wichtigen Indikator stellen hierbei die passenden Temperaturbereiche dar: Im Außenbereich sollten die Geräte zwischen –20 bis +55 °C aushalten, während für den Innenbereich 5 bis 35 °C erforderlich sind. Bewegungsmelder für draußen haben in der Regel bereits ein integriertes Licht oder können einfach mit einer Außenleuchten verbunden werden.

Zeitiges Leuchten und Dämmerungsfunktion

Mithilfe eines Drehschalters kannst du einstellen, wie lange das Licht nach Aktivierung des Bewegungsmelders leuchten soll. Hierbei sind meistens Intervalle zwischen 5 Sekunden und 30 Minuten oder sogar eine dauerhafte Beleuchtung möglich. Selbst die Helligkeit ist einstellbar, wobei die Geräte zwischen 2 und 2.000 Lux bieten.

Ist in deinem neuen Bewegungssensor ein Dämmerungsschalter eingebaut, reagiert er auf den Helligkeitsgrad der Umgebung. So wird das Licht nicht bei vollem Tageslicht aktiviert, sondern erst, wenn es dunkel ist.

Witterungsbeständig dank IP-Schutzklasse

Über die zweistellige IP-Schutzklasse erkennst du, in welchem Maß dein Bewegungsmelder abgedichtet ist. Während die erste Ziffer angibt, wie gut der Sensor gegen das Eindringen von Fremdkörpern geschützt ist, steht die zweite für die Wasserresistenz. Im Außenbereich eignet sich zum Schutz vor Regen, Schmutz oder Schnee die Schutzklasse IP56, während drinnen IP20 ausreicht.

Strom

In der Regel schließt du deinen Bewegungsmelder an ein Stromnetz an. Einige Varianten werden auch über Batterien betrieben, wobei nach Ablauf der Laufzeit ein rechtzeitiger Austausch erfolgen sollte. Besonders kostengünstig und umweltfreundlich sind Geräte, die über Solarenergie betrieben werden.

Die richtige Montage

Zur Befestigung an der Decke oder Wand eignen sich Schrauben und Dübel. Einige Bewegungsmelder sind zur Montage an Ecken der Hauswand konzipiert. Im Gegensatz zu einer etwas aufwendigeren Unterputzmontage ist die Aufputzmontage schnell und einfach mithilfe vorhandener Anschlüsse erledigt.

Hinweis: Bei vielen Geräten kannst du das passende Leuchtmittel in der dafür vorgesehenen Einfassung einschrauben.

 

Praktische Funktionen und Smart-Home-Kompatibilität

Bei einigen Bewegungsmeldern lässt sich durch verschiedene zusätzliche Features einiges herausholen. Welche das sind, ist hier aufgeführt:

  • Licht beim Händeklatschen – bei Bewegungssensoren, die auf Geräusche reagieren, ist das möglich.
  • Andere Geräte werden nur bei vorbeilaufenden Menschen aktiviert, sodass beispielsweise keine Tiere erfasst werden.
  • Um einen toten Winkel zu vermeiden, sind manche Modelle mit einem Unterkriechschutz ausgestattet.
  • Eine Alarmfunktion sorgt mit einem akustischen Signal für mehr Sicherheit.
  • Es gibt spezielle Sensoren, die erkennen, über welchen Zeitraum sich wie viele Menschen in einem Raum aufgehalten haben.
  • Mit einer Smart-Home-Verbindung über WLAN oder Funk kannst du den Bewegungsmelder bequem vom Smartphone aus bedienen und erhältst darüber auch entsprechende Meldungen.

Hinweis: Für Smart Home geeignete Bewegungsmelder sind meist in herstellergebundene Systeme eingegliedert, sodass sie nicht mit anderen Marken koppelbar sind.

 

So installierst du deinen Sensor richtig

Damit dein Bewegungsmelder optimal funktioniert, kannst du dich an folgenden Installationstipps orientieren:

  1. Um die Wahrnehmungsfähigkeit von Bewegungen nicht zu vermindern, solltest du darauf achten, dass sich in der direkten Umgebung keine Hindernisse befinden.
  2. Damit der 360-Grad-Winkel wirklich genutzt werden kann, solltest du den Bewegungsmelder in Innenräumen an der Decke montieren. Außen genügt die Befestigung an einer Wand.
  3. Bei erfolgter Montage empfiehlt es sich, den Erfassungsbereich des Sensors mit einer zweiten Person einzustellen und auszutesten.
  4. Stelle neben der Richtung auch die Höhe des zu erfassenden Bereichs ein. Damit nicht jedes vorbeilaufende Tier registriert wird, kannst du beispielsweise eine Höhe von 50 cm auswählen.
  5. Richte die Lichtintensität deines Bewegungssensors nach der Helligkeit in der Umgebung aus.
  6. Um Energie zu sparen, sollte das Gerät nach Aktivierung nicht allzu lange leuchten. Wähle hier deinen Tätigkeiten entsprechend eine angemessene Leuchtdauer aus.

 

 

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