Kaufberater Wandfarbe

In den eigenen vier Wänden sollst du dich am wohlsten fühlen, daher soll auch die Wandfarbe zu dir passen. Mit einem neuen Anstrich kannst du den Räumen eine neue Atmosphäre geben. Wandfarben sind dabei eine günstige Möglichkeit dein Zimmer zu renovieren. Für den individuellen Touch lassen sich die Farben auch speziell zusammen mischen. Dieser Kaufratgeber informiert über Details, Farben und Hinweise zur Anbringung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Basis der Wandfarbe – Wasser oder Öl?
  2. Welche Farbenbarten gibt es?
  3. Deckkraft und Ergiebigkeit von Wandfarben
  4. Der richtige Untergrund für Wandfarben
  5. Was sind Klassen der Nassabriebbeständigkeit?
  6. Oberflächenoptik von Wandfarben – von matt bis glänzend
  7. Interessantes zur Farbwirkung: Bring Farbe in dein Leben
  8. Alles da? Das brauchst du zum Streichen

 

Basis der Wandfarbe – Wasser oder Öl?

Die meisten Wandfarben basieren auf Wasser, da sie schonender für den Menschen sind. Die Farbe lässt sich schnell von Pinsel und Händen entfernen. Farben auf Wasserbasis lassen sich gut durch Wasser oder Abtönfarben mischen, sodass ein individueller Farbton entstehen kann.

Die traditionellen Ölfarben sind deckkräftiger und werden daher oft für Decken oder Türen verwendet.

 

Welche Farbenarten gibt es?

Dispersionsfarben sind sehr beliebt, da sie sich leicht anbringen lassen. Sie haften auf den meisten Untergründen, da sie aus dickflüssigen Kunststoffen bestehen.

Latexfarben gehören auch in die Kategorie der Dispersionsfarben, sind dabei allerdings viel dünnschichtiger. Mit diesen Farben kann eine Wandstruktur geschaffen werden, die beispielsweise durch eine Strukturtapete vorhanden ist.

Mineralische Wandfarben eignen sich gut zur Verwendung für Allergiker. Diese Farbe ist resistent gegen Keime und Bakterien, sodass sich Schimmel nur schwer bilden kann.

Anti-Schimmel-Farben

Schimmelschutz- und Feuchtraumfarben bieten durch hochwertige Inhaltsstoffe einen resistenten Schutzfilm gegen Schimmelbefall. Dank ihrer hohen Reinigungsfähigkeit eignen sich Anti-Schimmel-Farben besonders gut für die Anwendung in Bad, Küche, WC und in Kellerräumen.

Effektfarben

Beton, Metall, Schimmer, Rost & Co.: Effektfarben gibt es in verschiedenen Optiken. Sie erzeugen einzigartige Oberflächen mit verblüffenden Ergebnissen.

Nikotinfarben

Die »Nikotinsperre« ist eine Spezialdispersion, die Nikotinvergilbungen überdeckt. Durch ihre speziellen Eigenschaften werden Ruß- und Niktotinflecken auf Wänden zuverlässig abgedeckt, ein späteres Durchdringen der Flecken wird verhindert.

 

Deckkraft und Ergiebigkeit von Wandfarben

Anhand der Deckkraft einer Farbe ist zu erkennen, wie viel nach dem Streichen noch durchschimmert. Dabei wird kategorisiert von Klasse 1 bis Klasse 4. Farben der Klasse 1 haben eine höhere Deckkraft, sie liegt bei 99,5 %. Die Prozentzahl sinkt in den weiteren Klassen, sodass die Deckkraft in der Klasse 4 unter 95 % liegt. Bei dunklen Untergründen bietet sich eine hohe Deckkraft an. Wenn das bestehende Muster der Tapete beibehalten werden soll, kann eine niedrigere Deckkraft benutzt werden.

Die Ergiebigkeit wird durch die benötigten Quadratmeter gemessen. Zusammen mit den Klassen der Deckkraft gibt die Ergiebigkeit Aufschluss darüber, welche und wie viel Farbe gekauft werden muss.

 

Der richtige Untergrund für Wandfarben

Wenn es sich um einen speziellen Untergrund handelt, sollte beim Kauf der Farbe darauf geachtet werden, dass diese sich für den Untergrund eignet. Beispielsweise benötigen glatte Untergründe besondere Farben, darüber informieren meist die Herstellerhinweise.

Wenn du mit der Wandfarbe deine Küche oder dein Badezimmer streichen möchtest, solltest du zu einer Feuchtraumfarbe greifen. Diese sind speziell für Räume mit hoher Feuchtigkeit geeignet.

Auch ob die Farbe im Innen- oder Außenbereich angebracht werden soll, spielt eine Rolle bei der Farbwahl. Die Wandfarben für den Innenbereich verbreiten weniger Schadstoffe, da sie meist emissionsärmer sind. Farben für den Außenbereich sollten dabei witterungsbeständig sein.

 

Was sind Klassen der Nassabriebbeständigkeit?

Wie beständig die Farbe gegen Nässe ist, gibt die Nassabriebbeständigkeit an. Wandfarben werden dabei in fünf Klassen eingeteilt: Sehr wasserbeständig sind Farben der Klasse 1, diese können ohne Bedenken in Badezimmern verwendet werden. Farben der Klasse 2 sind ebenfalls widerstandsfähig und können in Zimmern wie Küche und Kinderzimmer genutzt werden. Für normal genutzte Räume reicht die Klasse 3 aus. Die Klassen 4 und 5 können beispielsweise in Kellerräumen angebracht werden, die nicht so häufig genutzt werden.

 

Oberflächenoptik von Wandfarben – von matt bis glänzend

Die Optik der Oberfläche hat gleichzeitig einen Einfluss auf den Farbton. Bei den Optiken wird zwischen matt, seidig und glänzend unterschieden. Dabei bringen matte Farben den Farbton noch mehr zur Geltung und können zudem leichter überstrichen werden. Eine glänzende Farbe bringt den Raum dafür mehr zum Strahlen. Seidige Farben sind ein Mittelmaß aus matt und glänzend und sorgen für eine edle Atmosphäre.

 

Interessantes zur Farbwirkung: Bring Farbe in dein Leben

Die Wandfarbe beeinflusst die Atmosphäre deines ganzen Raumes, da verschiedene Farbtöne für eine unterschiedliche Wirkung sorgen. Hier sind einige Farbtöne und ihre Eigenschaften zusammengefasst:

  • Für Ruhe und Entspannung sorgen die stressreduzierenden Grün- und Blautöne. Blautöne haben zusätzlich eine kühlende Wirkung im Sommer.
  • Der Farbton Rot wirkt kräftigend und anregend auf dich, gleichzeitig strahlt die Farbe Wärme und Energie aus.
  • Orange und Gelb stehen für Kreativität.
  • Grautöne wirken professionell und kühl und eignen sich damit gut für Arzt- und Büroräume.
  • Mit Erd- und Naturtönen werden Bodenständigkeit und Behaglichkeit ausgestrahlt.
  • Dunkle Farben können oft erschlagend wirken, sodass diese am besten nur an einer Wand gestrichen werden sollten.

 

Alles da? Das brauchst du zum Streichen

Nachdem du die passende Farbe und den richtigen Farbton ausgewählt hast, kann es schon mit dem Streichen losgehen. Prüfe, ob du alle benötigten Malerwerkzeuge hast, diese Checkliste kann dir dabei helfen:

  1. Du brauchst einen Farbeimer und einen Farbroller oder Malerpinsel.
  2. Wenn du höher gelegene Bereiche wie beispielsweise die Decke erreichen möchtest, hole dir eine Leiter zur Hilfe.
  3. Ziehe dir zum Streichen alte Kleidung an, die mit Farbspritzern schmutzig werden darf. Alternativ kannst du dir auch Schutzkleidung zulegen, die nach dem Streichen weggeschmissen wird.
  4. Um deinen Boden und deine Möbel zu schützen, kannst du dich mit Abdeckvlies oder Malerfolie ausstatten und diese im Raum auslegen.
  5. Wenn du dich kreativ austoben möchtest, kannst du mit Farbsprühsystemen individuelle Muster an die Wand sprühen.

 

 

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