Kaufberater Solartechnik

Ob der Umwelt oder deinem Geldbeutel zuliebe: Ein mit Solartechnik ausgestattetes Haus sorgt effizient und autark für Strom. Ebenso kann das Wasser mit einer solarbetriebenen Anlage erwärmt werden – so sparst du Ressourcen auf ganzer Linie. Welche Varianten es gibt und welches Solar-Panel zu dir passt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

  1. Solarthermieanlage vs. Photovoltaikanlage – die wichtigsten Unterschiede
  2. Anwendungsgebiete im Überblick
  3. Die wesentlichen Auswahlkriterien: Das solltest du beim Kauf von Solartechnik beachten

 

Solarthermieanlage vs. Photovoltaikanlage – die wichtigsten Unterschiede

Zur Energiegewinnung eignen sich sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen. Worin sich diese beiden Varianten genau unterscheiden, wird hier zusammengefasst.

Solarthermieanlage

Mit einer Solarthermieanlage sorgst du in deinem Zuhause für warmes Trinkwasser oder unterstützt die Leistung deiner Heizung . Dies geschieht über integrierte Sonnenkollektoren, die die Sonnenenergie zur Erwärmung der Heizkörper oder des Wassers im Brauchwasserspeicher nutzen. Thermische Solaranlagen erreichen einen Wirkungsgrad von 60 bis 75 %, sodass jährlich 250 bis 600 kWh Energie pro Quadratmeter erzielt werden können. So senkst du den Verbrauch von fossilen Brennstoffen.

Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen besitzen spezielle Module, die mithilfe von siliziumbasierten Halbleiterelementen die Energie der Sonne in elektrischen Strom transformieren. Ihr Wirkungsgrad liegt aufgrund der anderen technischen Voraussetzungen bei ca. 20 %. Der produzierte Strom von jährlich 70 bis 120 kWh pro Quadratmeter reicht zur Komplettversorgung deines Haushalts. Besonders praktisch: Überschüssige Energie kann einfach in das Stromnetz integriert werden.

 

Anwendungsgebiete im Überblick

Je nachdem, in welchem Bereich du die Solaranlage verwenden möchtest, sollte deine Solaranlage auf deine Bedürfnisse angepasst sein. Finde heraus, welcher Solar-Typ du bist.

  1. Für den mobilen Einsatz oder auch als Solar-Einsteiger kommt ein kleines Photovoltaikmodul mit einer Spannung von 12 V und einer Leistung von 50 W infrage. Transportable Musikboxen, Handy oder Tablet können hiermit versorgt werden.
  2. Beim Campen, Bootfahren oder für das Gartenhaus empfiehlt sich die Anschaffung eines mittelgroßen Solarpanels, das mit einer Leistung von 60 bis 250 W und einer Spannung zwischen 12 und 230 V für ausreichend Strom sorgt. Um erzeugten Strom noch später nutzen zu können, kannst du diese auch mit Solarbatterien erweitern.
  3. Mit einem Komplettset für dein Haus kannst du dich zwischen kompakten thermischen Solaranlagen ohne Tank oder mit Brauchwasserspeicher entscheiden. Bei einer Solarthermieanlage mit drei Kollektoren kannst du bis zu 70 % Heizkosten einsparen.

 

Die wesentlichen Auswahlkriterien: Das solltest du beim Kauf von Solartechnik beachten

Nicht nur die benötigte Leistung oder der Energiespeicher spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle – ebenso sind andere Aspekte entscheidend, wie beispielsweise der dir zur Verfügung stehende Platz. Welche Dinge du noch beachten solltest, damit du mit deiner neuen Solartechnik strahlen kannst, erfährst du hier.

Flächenbedingungen

Die kleinsten Solarpanels mit nur einem Solarmodul sind flexibel einsetzbar. Mit einer Breite von 50 bis 70 cm, einer Höhe von 4 bis 8 cm und einer Länge zwischen 100 und 150 cm zeichnen sie sich durch ihr flaches Design aus. Photovoltaikanlagen sind meistens von mittlerer Größe und können unkompliziert auf einem Dach befestigt werden. Die aus einem bis drei Modulen bestehenden Anlagen benötigen eine Montagefläche von ca. 3 m². Möchtest du dein ganzes Haus mit Sonnenenergie versorgen, sollte eine Dachfläche von bis zu 50 m² eingeplant werden. Mit drei bis acht Kollektoren solltest du mit einer Fläche von 5,4 bis 20 m² rechnen.

Unser Tipp: Für eine genaue Flächen- und Platzberechnung solltest du eine Fachkraft zurate ziehen, so weißt du, welches Modul-Set zu deinem Energiebedarf passt.

Speichervarianten

Um den erzeugten Strom für Zeiten mit weniger Sonneneinstrahlung zu speichern, sind Photovoltaikanlagen mit Akkus ausgerüstet. Flexibel und mobil einsetzbare Sets hingegen haben meistens keine Speichermöglichkeit, sodass sie nur bei Tageslicht verwendet werden können. Eine Solarbatterie bietet dir in diesem Fall eine Lösung, mit der du die Sonnenenergie für einen späteren Zeitpunkt speichern kannst. Solche Batterien können je nach Modell zwischen 60 und 130 Ah leisten.

Spannung und Leistung

Kleinere Solarpanels, die du mobil einsetzen oder zur Inbetriebnahme von kleineren Geräten verwenden kannst, besitzen meist eine haushaltsübliche Spannung zwischen 12 und 230 V. Die Leistung liegt dabei zwischen 40 und 250 W. Soll das ganze Haus mit Strom aus Sonnenenergie betrieben werden, eignen sich Panels, die eine Spannung von 230 V erzeugen und temporär auch mehr als 4.000 W meistern können.

Eine wichtige Maßeinheit stellt dabei kWp (Kilowatt Peak) dar. Ein modernes sonnenbetriebenes Panel kann ca. 1 kWp erzeugen. Dadurch reichen vier bis fünf Solarpanels aus, damit der jährliche Stromverbrauch einer dreiköpfigen Familie von 4.000 kWh abgedeckt wird.

Wassertank

Das in den Sonnenkollektoren enthaltene aufgewärmte Wasser kannst du entweder unverzüglich zum Beheizen verwenden oder in einem Brauchwassertank aufbewahren, um unabhängig von Tageszeit und Sonneneinstrahlung darauf zugreifen zu können. Die letztere Variante ist insbesondere für mittelgroße Ausführungen mit über drei Kollektoren geeignet. Besteht dein Haushalt lediglich aus zwei oder drei Personen, genügt meistens ein Brauchwasserspeicher mit 300 Litern Fassungsvermögen. Mit einer größeren Personenanzahl liegt der Warmwasserbedarf bei 600 bis 1.000 Litern.

Elektrotechnisches Zubehör

Damit deine Photovoltaikanlage einwandfrei funktioniert, sollte sie bei der Elektroinstallation mittels Wechselrichter an das hauseigene Stromnetz angeschlossen werden. Dieser transformiert den durch die Module produzierten Gleichstrom in Wechselstrom. Zur einfachen Bedienung eignet sich die Installation eines Steuerungsmoduls mit Leistungs- und Betriebsdisplay.

Mit einem Adapter inklusive Klemmen zur Verbindung von Verbrauchsgeräten oder einem Solar-Akku stattest du kleine Solarsysteme optimal aus. Möchtest du dein Panel unterwegs nutzen, verwende zum sicheren Aufstellen einen passenden Modulhalter. Bei einem Set sollten alle wichtigen Befestigungsmaterialien enthalten sein.

 

 

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