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Kaufberater Bodenbeläge

Ein wichtiger Teil deines Zuhauses ist der Boden in den Zimmern, denn er schafft die Grundlage für deine Einrichtung und wird jeden Tag benutzt. Vorrangig ist sicherlich das Aussehen, aber auch Kriterien wie die Verlegung, Strapazierbarkeit und Pflege, das Laufgefühl, die Wärmedämmung und schlussendlich auch der Preis spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen Bodenbelag. In diesem Ratgeber erfährst du, welche unterschiedlichen Arten und Materialien es gibt und welcher Bodenbelag sich für welchen Raum eignet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der passende Bodenbelag
  2. Materialmenge und Zubehör
  3. Zu guter Letzt: Pflege der verschiedenen Bodenbeläge

 

Der passende Bodenbelag

Jeder Bodenbelag sorgt für eine andere Atmosphäre. Zudem sind einige Beläge für bestimmte Räume und Gegebenheiten besser geschaffen als andere.

Resistent und schick – Vinylboden

Die Dekore von Vinyldrucken sind vielfältig, wodurch du eine hohe Gestaltungsfreiheit bekommst – es gibt sie beispielsweise auch in täuschend echt wirkender Holz- oder Steinfliesenoptik. Da es sich um einen elastischen Bodenbelag handelt, sind PVC- und Vinylböden leicht zu verlegen. Es gibt sie in Klick- und Klebevarianten, als Auslegeware oder Fliesen.

Vinylböden und PVC bieten ein weiches, warmes Laufgefühl und wirken trittschalldämmend. Das ist besonders für Mehrfamilienhäuser interessant. Außerdem wird dem Material eine hohe Abriebfestigkeit zugeschrieben, was es strapazierfähig und feuchtigkeitsresistent macht. Aus diesem Grund wird der pflegeleichte Bodenbelag gerne im Badezimmer oder in der Küche eingesetzt. Auch für gewerbliche Räume, in denen viel Publikumsverkehr herrscht, eignet er sich besonders gut.

Hinweis: Wenn du einen dünnen Klebe-Vinylboden verlegen musst, weil der Raum keinen zusätzlichen Aufbau ermöglicht, achte darauf, dass der Untergrund glatt ist, damit du ein ebenes Ergebnis erzielst. Vinylböden gibt es in unterschiedlichen Stärken.

Bodenbelag in Holzoptik – Laminat

Die Trägerplatte von Laminat ist aus einem Holzwerkstoff gefertigt, die dann mit einem Fotodruck in Holzoptik versehen wird. Laminatböden sehen nicht nur häufig wie Echtholz aus, sie vermitteln auch das Gefühl. Es gibt Laminat mit strukturierter Oberfläche, mit oder ohne Fugen, in Dielen- oder Fliesenformaten. Natürlich gibt es neben der Holzoptik auch viele andere Designs.

Laminat ist im Vergleich zu Echtholz eine günstige Alternative, wenn man einen Holzboden präferiert. Günstig auch deswegen, weil ein Rückbau möglich ist, ohne den Untergrund zu beschädigen. Häufig wird es mit einem einfachen Klicksystem schwimmend verlegt. Das Material ist robust und strapazierfähig.

Zur Vorbeugung von Trittgeräuschen empfiehlt sich die Ergänzung einer Trittschalldämmung, wenn das Laminat nicht schon herstellerseitig mit einer Dämmschicht ausgestattet ist. Der Boden eignet sich auch für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung, was ihn besonders für Wohnräume attraktiv macht. Auch in Schlafzimmern und auf dem Flur wird er häufig genutzt.

Hinweis: Sowohl PVC- und Vinylböden als auch Laminat sind in Nutzungsklassen aufgeteilt. Die Nutzungsklasse gibt anhand der Nutzungshäufigkeit Auskunft darüber, für welchen Einsatz sich welcher Boden eignet. So sind die Nutzungsklassen 21, 22 und 23 beispielsweise für den privaten Bereich vorgesehen:

  • Nutzungsklasse 21: Räume mit geringer Nutzung – z. B. Schlafräume
  • Nutzungsklasse 22: Räume mit normaler Nutzung – z. B. Arbeitszimmer, Wohnräume
  • Nutzungsklasse 22: Räume mit starker Nutzung – z. B. Eingangsbereich, Küche, Flur

 

Parkett aus Echtholz

Bei Parkett handelt es sich um einen reinen Naturboden, der vollständig aus Holz hergestellt ist. Parkett gibt es in verschiedenen Holzarten, wie beispielsweise Eiche oder Walnuss, welches entweder behandelt oder unbehandelt ist. Du hast die Wahl, ob du es einfach nur verlegen oder nach Wunsch versiegeln, wachsen, ölen, farbig lasieren oder klar lackieren möchtest.

Holz verleiht Räumen eine besondere Gemütlichkeit und wirkt edel. Es dunkelt nach, es lebt mit. Gleichzeitig dient es besonders gut als Wärmespeicher. Parkettboden ist sehr widerstandsfähig und robust, sodass er mit der richtigen Pflege langlebig ist. Kleinere Kerben oder Kratzer können schnell durch Abschleifen entfernt werden. Wird er nach Jahren unansehnlich, kann er mit Bodenschleifmaschinen komplett abgeschliffen und neu aufbereitet werden.

Unser Tipp: Filzgleiter unter Stuhlbeinen oder anderen beweglichen Möbelstücken helfen, den Boden zu schonen – Parkett-, Laminat- und Vinylböden gleichermaßen.

Weich und gemütlich mit Teppichboden

Weicher Teppichboden sorgt nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre, sondern isoliert gleichzeitig die Wärme im Raum. Als Auslegeware oder Fliesen gibt es ihn in verschiedenen Farben, Stilen, Florhöhen und Designs. Mit Teppichfliesen kannst du dir deinen eigenen Teppich individuell zusammenstellen. Die separaten Fliesen lassen sich dabei leicht einzeln austauschen.

Teppich dämmt Schall besonders gut und ist gerade bei Barfußläufern sehr beliebt. Ein hochfloriger Bodenbelag passt besonders gut in Schlafräume, kurzflorige Varianten in Spiel- und Kinderzimmer sowie Arbeitszimmer.

Korkboden

Korkböden werden insbesondere für den Einsatz in Spiel- und Kinderzimmern oder im Fitnessraum immer beliebter. Das natürliche Material ist weich, fühlt sich immer warm an, isoliert Wärme und wirkt besonders schalldämmend. Außerdem ist Kork sehr unempfindlich gegenüber Flecken und Feuchtigkeit. Perfekt für einen Raum zum Toben oder Auspowern.

 

Materialmenge und Zubehör

Hast du dich für einen Bodenbelag entschieden, solltest du vor dem Kauf überlegen, wie viel du benötigst und welches Zubehör du brauchst.

  1. Die benötigte Menge an Bodenbelag ermittelst du anhand der Raumgröße. Da Ecken und Nischen manchmal für Verschnitt sorgen, solltest du ungefähr 5 bis 10 % mehr Material einplanen.
  2. Häufig wird beim Verlegen noch ein Untergrund wie eine Trittschalldämmung oder eine feuchtigkeitsschützende Folie benötigt. Diese findest du beim Zubehör.
  3. Mit Sockelleisten bildest du einen schönen Abschluss zur Wand.
  4. Die meisten Bodenbeläge lassen sich leicht selbst verlegen. Wenn du Hilfe brauchst, findest du bei unserem Projektratgeber Boden verlegen zahlreiche Tipps rund um das Thema.

 

Kennst du schon unseren Projektberater?

Wir begleiten dich Schritt für Schritt beim Kauf aller Materialien und Werkzeuge und geben dir hilfreiche Tipps zum Verlegen deines Laminatbodens. Hier kommst du zum Projekt.

 

Zu guter Letzt: Pflege der verschiedenen Bodenbeläge

Der Boden ist verlegt, und damit er möglichst lange gepflegt aussieht, braucht er die richtige Behandlung. Die unterschiedlichen Materialien sollten entsprechend unterschiedlich gepflegt werden.

  • Parkettböden sollten zur Reinigung gesaugt und nebelfeucht gewischt werden. Zu viel Feuchtigkeit oder aggressive Reinigungsmittel vermeidest du besser. Für einen lang anhaltenden Glanz kann der Boden regelmäßig gewachst werden.
  • Laminat und Vinylböden können mit einem Staubsauger gereinigt werden. Mit einem Wischer und Reinigungsmittel lassen sich größere Verschmutzungen entfernen.
  • Teppich- und Korkböden werden regelmäßig gesaugt. Flecken im Teppich kannst du mit haushaltsüblichem Teppichschaum oder Hausmitteln angehen.

 

 

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